Arbeitgeberkosten berechnen
Arbeitgeberbrutto und Lohnnebenkosten berechnen – Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Gesamtkosten und der Abstand zum Netto.
Gehalt
Ledig, verwitwet oder geschieden, ohne Kind im Haushalt.
Setzt den Kirchensteuersatz (9 %) und in Sachsen die Pflegeversicherung.
Kirche, Kinder und VersicherungDie Angaben, die das Netto am stärksten verschieben. Rechengrößen: 2026.
Ab dem zweiten Kind sinkt der Pflegebeitrag um je 0,25 Punkte.
Wirkt nur auf Soli und Kirchensteuer, nicht auf die Lohnsteuer.
Steht auf der Gehaltsabrechnung. Durchschnitt 2026: 2,9 %.
Netto
2.605,50 € netto pro Monat aus 4.000,00 € brutto.Von 4.000,00 € brutto gehen 34,86 % an Steuern und Sozialabgaben ab.
- Steuern
- 524,50 €13,11 % vom Brutto
- Sozialabgaben
- 870,00 €Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung
- Von 100 € mehr bleiben
- 54,25 €45,75 % Grenzbelastung
- Kosten für den Arbeitgeber
- 4.846,00 €Brutto plus Arbeitgeberanteil
Steuern
- Lohnsteuer524,50 €
- Solidaritätszuschlag0,00 €
- Kirchensteuer0,00 €
- Summe524,50 €
Sozialabgaben
- Rentenversicherung372,00 €
- Arbeitslosenversicherung52,00 €
- Krankenversicherung350,00 €
- Pflegeversicherung96,00 €
- Summe870,00 €
Vom Brutto zum Netto
- Bruttolohn4.000,00 €
- Sozialabgaben-870,00 €
- Steuern-524,50 €
- Netto2.605,50 €
Zu versteuerndes Einkommen im Jahr: 37.062,00 €, davon abgezogene Vorsorgepauschale: 9.672,00 €.
Wichtig zu wissen
- Das Ergebnis ist eine Schätzung nach den Rechengrößen für 2026 und ersetzt keine Lohnabrechnung. Freibeträge aus den ELStAM, geldwerte Vorteile, betriebliche Altersvorsorge und Einmalzahlungen sind nicht enthalten.
So funktioniert’s
Zwischen dem, was eine Stelle kostet, und dem, was auf dem Konto ankommt, liegt ungefähr der Faktor zwei. Bei 4.000 Euro Bruttolohn zahlt der Arbeitgeber rund 846 Euro Sozialversicherungsanteil obendrauf, die Stelle kostet also etwa 4.846 Euro im Monat. Beim Arbeitnehmer kommen davon rund 2.606 Euro an. Von jedem Euro Arbeitgeberkosten landen damit knapp 54 Cent im Portemonnaie.
Der Arbeitgeberanteil entspricht weitgehend dem des Arbeitnehmers, weil die Sozialversicherung paritätisch finanziert ist: je 9,3 Prozent Rentenversicherung, je 1,3 Prozent Arbeitslosenversicherung, je die Hälfte des Krankenkassenbeitrags samt Zusatzbeitrag und je 1,8 Prozent Pflegeversicherung. Nicht geteilt werden der Kinderlosenzuschlag, den der Arbeitnehmer allein trägt, und die sächsische Sonderverteilung bei der Pflegeversicherung.
Nicht in dieser Rechnung enthalten sind die Umlagen U1 für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und U2 für Mutterschaftsaufwendungen, die Insolvenzgeldumlage sowie die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung – letztere trägt der Arbeitgeber allein, und ihre Höhe hängt von der Gefahrklasse der Branche ab. Zusammen machen diese Posten je nach Betrieb noch einmal etwa 1,5 bis 4 Prozent des Bruttolohns aus.
International liegt Deutschland mit seinen Lohnnebenkosten im oberen Mittelfeld der Industrieländer, allerdings nicht an der Spitze: Länder wie Frankreich oder Belgien weisen traditionell noch höhere Arbeitgeberanteile aus, während angelsächsische Länder wie die USA oder Großbritannien mit deutlich niedrigeren gesetzlichen Sozialabgaben arbeiten und dafür private Kranken- und Rentenvorsorge stärker in Eigenverantwortung liegt. Dieser Unterschied erklärt einen erheblichen Teil dessen, warum internationale Gehaltsvergleiche allein über den Bruttolohn in die Irre führen: Ein niedrigeres Arbeitgeberbrutto in einem Land mit geringen gesetzlichen Nebenkosten kann für den Arbeitnehmer am Ende ähnlich viel oder sogar mehr bedeuten als ein höheres Brutto in einem Land mit hoher gesetzlicher Umlage – nur verteilt sich die Belastung anders zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Staat.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- § 32a EStG – Einkommensteuertarif – Grundfreibetrag und Tarifzonen der Einkommensteuer
- § 39b EStG – Einbehaltung der Lohnsteuer – das Verfahren, nach dem die Lohnsteuer vom Arbeitslohn berechnet wird
- § 4 SolzG 1995 – Zuschlagsatz – Höhe des Solidaritätszuschlags und die Milderungszone
Häufige Fragen
Sind die deutschen Lohnnebenkosten im internationalen Vergleich hoch?
Wie hoch sind die Lohnnebenkosten in Deutschland?
Warum bleibt vom Arbeitgeberbrutto so wenig übrig?
Was bringt eine Gehaltserhöhung dem Arbeitgeber und mir?
Warum kalkulieren Arbeitgeber oft mit einem festen Faktor auf das Brutto?
Wie hoch ist die Unfallversicherung, die der Arbeitgeber allein zahlt?
Was sind U1 und U2, die manchmal in Arbeitgeberkosten auftauchen?
Zuletzt aktualisiert am . Rechenweg und Text: Silvan Comann.
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3 fertig eingestellte Seiten – jede rechnet denselben Rechner mit anderen Startwerten und erklärt den jeweiligen Fall.
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