Check: Hauskauf
Immobilie, Finanzierung und Nettoeinkommen in einem Urteil: trägt die Rate deinen Haushalt?
Was kostet die Immobilie?
Bestimmt Grunderwerbsteuer hier und Kirchensteuer in Schritt 2.
Sollte mindestens die Kaufnebenkosten abdecken.
Nebenkosten & laufende KostenNotar, Makler, Hausgeld, Instandhaltung und Verwaltung
Käuferanteil inklusive Umsatzsteuer. Ohne Makler: 0.
Faustwert: 10 bis 15 Euro je m² und Jahr.
So funktioniert’s
Der Immobilien-Rechner sagt dir die monatliche Rate. Der Brutto-Netto-Rechner sagt dir das Haushaltsnetto. Beide Zahlen für sich sind schnell falsch eingeordnet – 40 Prozent Belastungsquote klingen erst mal nach viel, sind es aber nur, wenn du weißt, worauf sie sich beziehen. Dieser Weg rechnet beides in einem Zug durch und macht daraus ein Urteil: komfortabel, tragbar oder eng.
Die Belastungsquote ist die Rate plus Nebenkosten geteilt durch das Haushaltsnetto. Banken prüfen bei der Kreditvergabe etwas Ähnliches, oft strenger. Unter 30 Prozent gilt eine Finanzierung als komfortabel – Urlaub, Rücklagen und ein Jobwechsel passen noch daneben. Bis 40 Prozent ist sie tragbar, aber eng: Zwei, drei größere Ausgaben im selben Jahr, und es wird knapp. Darüber ist Vorsicht angebracht, unabhängig davon, was eine Bank noch finanzieren würde.
Der Liquiditätspuffer ist die Zahl, die im Alltag zählt: Netto minus Wohnbelastung, also das, was tatsächlich noch für alles andere übrig bleibt – Lebensmittel, Versicherungen, Kinder, Auto, Rücklagen. Eine niedrige Belastungsquote bei einem sehr hohen Einkommen und ein hoher Puffer bei einem niedrigen Einkommen können sich unterschiedlich anfühlen, obwohl die Quote ähnlich aussieht. Deshalb stehen beide Zahlen nebeneinander, nicht nur eine.
Die zweite Zahl im Urteil ist die Restschuld zum Ende der Zinsbindung, direkt aus dem Tilgungsplan des Immobilien-Rechners. Stehen dort noch über 70 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme offen, markiert der Weg das als Risiko – nicht weil die heutige Rate ein Problem wäre, sondern weil diese Summe zu einem dann unbekannten Zinssatz weiterfinanziert werden muss. Eine höhere Anfangstilgung senkt diese Zahl spürbar, auch wenn sie die heutige Rate erhöht.
Gerechnet wird mit einem Haushaltseinkommen. Verdienen zwei Personen, zählst du beide Bruttogehälter zusammen – der Brutto-Netto-Rechner selbst kennt nur ein Gehalt und eine Steuerklasse, eine echte Zusammenveranlagung mit zwei unterschiedlichen Einkommen weicht davon leicht ab. Laufende Kosten stammen aus den Angaben zu Hausgeld, Instandhaltung und Verwaltung im ersten Schritt; Heiz- und Stromkosten sind nicht eingerechnet, weil sie stark vom Gebäude abhängen und im Immobilien-Rechner selbst nicht abgefragt werden.
Wie beim Immobilien-Rechner gilt: Alle Angaben sind Näherungen, keine Finanzierungszusage und keine Steuer- oder Anlageberatung. Für die einzelnen Stellschrauben – Zinsbindung, Tilgung, Steuerklasse, Kirchensteuer – lohnt sich der Blick in die beiden Rechner, aus denen dieser Weg zusammengesetzt ist.
Wo die Schwellen liegen
| Belastungsquote | Einordnung |
|---|---|
| unter 30 % | komfortabel |
| 30–40 % | tragbar, aber eng |
| über 40 % | Vorsicht angebracht |
Zusätzlich markiert der Weg eine Restschuld von über 70 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme zum Ende der Zinsbindung als eigenes Risiko – unabhängig davon, wie komfortabel die heutige Rate aussieht.