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Stromkosten-Rechner

Was kostet ein einzelnes Gerät im Jahr? Mit Standby, echten Nutzungsmustern und CO₂.

Typisches Gerät als Startpunkt

Für alles, was regelmäßig läuft – Fernseher, Rechner, Licht.

Steht auf dem Typenschild oder Netzteil.

Dauerverbrauch, wenn das Gerät nur wartet.

Der Arbeitspreis von deiner Abrechnung.

135,1 kWh bei 35 ct/kWh

47,27 € pro Jahr, das sind 3,94 € im Monat.

Das sind 3,94 € im Monat oder 0,13 € am Tag – davon 1,28 € allein für den Standby.

Verbrauch
135,1 kWhim Jahr
Standby-Anteil
3 %1,28 € im Jahr
CO₂
51,3 kgNäherung mit 380 g je kWh

So funktioniert’s

Die Rechnung selbst ist einfach: Verbrauch mal Preis. Schwierig ist die Eingabe – und daran scheitern die meisten Rechner. Ein Fernseher läuft Stunden am Tag, eine Waschmaschine in Durchgängen pro Woche, ein Backofen ein paar Stunden im Monat. Alles in „Stunden pro Tag“ zu pressen führt zu Zahlen, die niemand kennt. Hier wählst du das Muster, das zu deinem Gerät passt.

Bei Wasch- und Spülmaschinen zählt außerdem nicht die Leistungsangabe, sondern der Verbrauch je Durchgang. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen kurz 2000 Watt und läuft danach mit fast nichts – aus der Wattzahl allein lässt sich der Verbrauch nicht ableiten. Die Angabe in Kilowattstunden je Durchgang steht auf dem Energielabel.

Der zweite oft unterschätzte Posten ist der Standby. Ein Gerät mit drei Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 26 Kilowattstunden, ohne einen Handschlag zu tun – mehr als manches Gerät, das dreimal pro Woche eine Stunde läuft. Der Rechner weist den Anteil deshalb getrennt aus und rechnet ihn nur für die Zeit, in der das Gerät nicht ohnehin läuft.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix. Dieser Wert sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr; als Größenordnung taugt er, als exakte Bilanz nicht.

Verbrauch je Durchgang statt Wattzahl

Zur Orientierung: Ein moderner, effizienter Vollwaschgang liegt oft bei nur 0,5 bis 1,0 Kilowattstunden, ein älteres oder auf 60 Grad geheiztes Programm kann auf 1,5 bis 2,0 Kilowattstunden kommen. Ein Spülgang mit dem Eco-Programm braucht meist rund 0,7 bis 1,0 Kilowattstunden, ein Intensivprogramm entsprechend mehr.

Standby-Verbrauch nicht unterschätzen

Typische Dauerläufer im Haushalt sind der WLAN-Router, der praktisch nie ausgeschaltet wird, ein Fernseher im Standby-Modus mit aktivierter Schnellstartfunktion und Ladegeräte, die auch ohne angeschlossenes Gerät noch eine geringe Leerlaufleistung ziehen. Einzeln wirken diese Posten winzig, in Summe über ein Jahr aber nicht.

Dauerlast hochgerechnet aufs Jahr (Leistung × 8.760 Stunden)
DauerlastVerbrauch pro Jahr
1 Watt8,8 kWh
3 Watt26,3 kWh
5 Watt43,8 kWh
10 Watt87,6 kWh

CO₂-Wert: eine Näherung

Der tatsächliche Wert schwankt zudem übers Jahr: Im Sommer drückt viel Solarstrom den CO₂-Anteil des Strommixes deutlich nach unten, im Winter steigt er wieder, weil dann mehr fossil erzeugter Strom einspringt. Der hier verwendete Jahresdurchschnitt glättet diese Schwankung.

Zur Einordnung: Ein Gerät mit 5 Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 44 Kilowattstunden, das sind etwa 16,6 Kilogramm CO₂ – ungefähr so viel wie eine Autofahrt von 100 bis 130 Kilometern bei einem durchschnittlichen Ausstoß von 130 bis 165 Gramm CO₂ je Kilometer. Bei einem Ökostromtarif mit Herkunftsnachweis fällt dieser Posten rechnerisch weg – der Rechner selbst unterscheidet aber nicht nach Tarif, sondern rechnet einheitlich mit dem deutschen Strommix.

Geräte im Vergleich

Jahreskosten bei 35 Cent je Kilowattstunde und typischer Nutzung – Trockner drei Ladungen pro Woche, Kühlschrank rund um die Uhr, Heizlüfter und Klimagerät mit täglichem Betrieb übers ganze Jahr gerechnet (für die reine Saison rechnet der Rechner oben mit deinen eigenen Tagen). Wähle dein Gerät und deine Werte oben, um die genaue Zahl für deinen Fall zu bekommen.

Jahreskosten bei 35 Cent je Kilowattstunde
GerätVerbrauch pro JahrKosten pro JahrCO₂ pro Jahr
Wäschetrockner399 kWh140 €151 kg
Kühlschrank394 kWh138 €150 kg
Heizlüfter2.190 kWh767 €832 kg
Gaming-PC461 kWh161 €175 kg
Mobiles Klimagerät2.197 kWh769 €835 kg
Waschmaschine196 kWh69 €74 kg

Heizlüfter und Klimagerät sind hier absichtlich mit ganzjährigem Betrieb gerechnet, obwohl beide nur saisonal laufen – das macht sie in dieser einen Tabelle direkt mit den Dauerläufern vergleichbar. Die tatsächliche Saisonrechnung mit deinen eigenen Einsatztagen liefert der Rechner oben.

Häufige Fragen

Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Ein Kondenstrockner braucht rund 2,5 Kilowattstunden je Durchgang, ein moderner Wärmepumpentrockner etwa 1,5. Bei drei Durchgängen pro Woche und 35 Cent je Kilowattstunde sind das ungefähr 135 Euro im Jahr für den Kondens- und 82 Euro für den Wärmepumpentrockner. Damit gehört der Trockner zu den teuersten Einzelgeräten im Haushalt – Wäscheleine ist die einzige Maßnahme, die noch mehr spart als ein Gerätetausch.
Wie rechne ich Watt in Euro um?
Leistung in Watt durch 1000 ergibt Kilowatt, mal Betriebsstunden ergibt Kilowattstunden, mal Arbeitspreis ergibt Euro. Ein 100-Watt-Gerät, das täglich fünf Stunden läuft, kommt auf 182,5 Kilowattstunden im Jahr – bei 35 Cent sind das rund 64 Euro. Die Faustregel dazu: Ein Watt Dauerlast kostet im Jahr etwa drei Euro.
Lohnt es sich, den Standby abzuschalten?
Bei einzelnen Geräten mit einem halben Watt kaum, in Summe schon. Ein durchschnittlicher Haushalt verliert über alle Geräte hinweg 50 bis 100 Kilowattstunden im Jahr an Standby, also 20 bis 35 Euro. Eine abschaltbare Steckdosenleiste an Fernseher, Konsole und Anlage kostet einmalig wenige Euro. Übersteigt der Standby-Anteil hier 30 Prozent, weist der Rechner darauf hin.
Wo finde ich die Wattzahl meines Geräts?
Auf dem Typenschild an der Rückseite oder Unterseite, beim Laptop auf dem Netzteil. Die Angabe dort ist die maximale Leistungsaufnahme, nicht der Durchschnitt – ein Gaming-PC mit 600-Watt-Netzteil zieht im Spiel vielleicht 400 Watt und im Leerlauf 60. Wer es genau wissen will, braucht ein Messgerät für die Steckdose; die Voreinstellungen hier sind typische Durchschnittswerte.
Was ist ein normaler Strompreis?
Entscheidend ist der Arbeitspreis je Kilowattstunde, nicht der Gesamtbetrag der Rechnung – dort steckt auch der Grundpreis drin, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Der Rechner ist auf 35 Cent voreingestellt; trage den Wert von deiner letzten Abrechnung ein, dann stimmt das Ergebnis. Für einen Tarifvergleich zählt bei hohem Verbrauch der Arbeitspreis, bei niedrigem der Grundpreis stärker.
Rechnet der Rechner auch mit einem Solaranlagen-Anteil?
Nein, er rechnet mit einem einheitlichen Arbeitspreis. Wer eine Photovoltaikanlage hat und einen Teil selbst verbraucht, kann als Näherung einen Mischpreis eintragen: den Netzpreis und die entgangene Einspeisevergütung im Verhältnis des jeweiligen Anteils gewichtet.

Zuletzt aktualisiert am . Rechenweg und Text: Silvan Comann.