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Stromkosten: Wäschetrockner

Ein Kondenstrockner kostet bei 3 Durchgängen pro Woche rund 140 € Strom im Jahr – 11,63 € im Monat. Mit Vergleich zum Wärmepumpentrockner.

Typisches Gerät als Startpunkt

Für Wasch- und Spülmaschine: Verbrauch je Durchgang in kWh.

Steht im Handbuch oder auf dem Energielabel.

Dauerverbrauch, wenn das Gerät nur wartet.

Der Arbeitspreis von deiner Abrechnung.

398,6 kWh bei 35 ct/kWh

139,51 € pro Jahr, das sind 11,63 € im Monat.

Das sind 11,63 € im Monat oder 0,38 € am Tag – davon 3,01 € allein für den Standby.

Verbrauch
398,6 kWhim Jahr
Standby-Anteil
2 %3,01 € im Jahr
CO₂
151,5 kgNäherung mit 380 g je kWh

So funktioniert’s

Ein Kondenstrockner braucht rund 2,5 Kilowattstunden je Durchgang. Bei 3 Durchgängen pro Woche und 35 Cent je Kilowattstunde sind das 399 Kilowattstunden und 140 € im Jahr – 11,63 € im Monat, 0,88 € je Ladung. Damit gehört der Trockner zu den drei teuersten Einzelgeräten im Haushalt, ohne dass es jemandem auffällt: Die Kosten verteilen sich auf Hunderte kleine Läufe und tauchen nie als einzelner Posten auf.

Entscheidend ist die Bauart, nicht die Wattzahl auf dem Typenschild. Ein Wärmepumpentrockner kommt mit etwa 1,5 Kilowattstunden je Durchgang aus – bei sonst gleicher Nutzung also 234 Kilowattstunden und 82 € im Jahr. Die Differenz von rund 58 € pro Jahr ist der eigentliche Grund, warum sich der Aufpreis beim Neukauf rechnet: Bei einer Gerätelaufzeit von zehn Jahren geht es um einen mittleren dreistelligen bis vierstelligen Betrag.

Die Stellschraube mit dem größten Hebel bleibt trotzdem die Schleuderdrehzahl der Waschmaschine. Wäsche, die mit 1600 statt 1000 Umdrehungen geschleudert wurde, kommt mit deutlich weniger Restfeuchte in den Trockner und braucht dort spürbar weniger Energie. Wer die Hälfte der Ladungen auf die Leine hängt, halbiert den Posten schlicht – 70 € im Jahr, ohne ein neues Gerät zu kaufen.

Der Standby fällt hier kaum ins Gewicht: 1 Watt Dauerlast ergeben 3,01 € im Jahr, also 2,2 Prozent der Gesamtkosten. Bei einem Gerät, das ohnehin viel verbraucht, ist die Steckdosenleiste nicht das Thema – bei Fernseher und Konsole schon.

Bei Wasch- und Spülmaschinen zählt außerdem nicht die Leistungsangabe, sondern der Verbrauch je Durchgang. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen kurz 2000 Watt und läuft danach mit fast nichts – aus der Wattzahl allein lässt sich der Verbrauch nicht ableiten. Die Angabe in Kilowattstunden je Durchgang steht auf dem Energielabel.

Der zweite oft unterschätzte Posten ist der Standby. Ein Gerät mit drei Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 26 Kilowattstunden, ohne einen Handschlag zu tun – mehr als manches Gerät, das dreimal pro Woche eine Stunde läuft. Der Rechner weist den Anteil deshalb getrennt aus und rechnet ihn nur für die Zeit, in der das Gerät nicht ohnehin läuft.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix. Dieser Wert sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr; als Größenordnung taugt er, als exakte Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Bei 3 Durchgängen pro Woche, 2,5 Kilowattstunden je Durchgang und 35 Cent je Kilowattstunde: 140 € im Jahr. Ein Wärmepumpentrockner kommt bei gleicher Nutzung auf 82 €. Trage oben deine eigene Zahl der Durchgänge und deinen Arbeitspreis ein – beides verschiebt das Ergebnis deutlich.
Was kostet ein Trocknergang?
0,88 € bei 2,5 Kilowattstunden und 35 Cent. Ein Wärmepumpentrockner liegt bei etwa 0,53 € je Ladung. Der Wert je Durchgang steht auf dem Energielabel des Geräts, meist bezogen auf das Standardprogramm Baumwolle bei voller Beladung – teilbeladen wird es pro Kilo Wäsche teurer, nicht billiger.
Lohnt sich ein Wärmepumpentrockner?
Bei dieser Nutzung spart er rund 58 € im Jahr. Ob sich der Aufpreis gegenüber einem Kondenstrockner lohnt, hängt fast nur an der Zahl der Durchgänge: Wer einmal pro Woche trocknet, wartet über zehn Jahre auf die Amortisation, wer fünfmal die Woche trocknet, hat sie in drei bis vier Jahren. Rechne beide Fälle oben durch, indem du den Verbrauch je Durchgang von 2,5 auf 1,5 änderst.
Wie viel CO₂ verursacht ein Trockner?
Rund 151 Kilogramm im Jahr, gerechnet mit 380 Gramm je Kilowattstunde im deutschen Strommix. Der Wert ist eine Näherung und sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren jedes Jahr. Wer mit Ökostrom oder eigener Photovoltaik trocknet, liegt deutlich darunter – an den Kosten ändert das nichts.
Wie rechne ich Watt in Euro um?
Leistung in Watt durch 1000 ergibt Kilowatt, mal Betriebsstunden ergibt Kilowattstunden, mal Arbeitspreis ergibt Euro. Ein 100-Watt-Gerät, das täglich fünf Stunden läuft, kommt auf 182,5 Kilowattstunden im Jahr – bei 35 Cent sind das rund 64 Euro. Die Faustregel dazu: Ein Watt Dauerlast kostet im Jahr etwa drei Euro.
Lohnt es sich, den Standby abzuschalten?
Bei einzelnen Geräten mit einem halben Watt kaum, in Summe schon. Ein durchschnittlicher Haushalt verliert über alle Geräte hinweg 50 bis 100 Kilowattstunden im Jahr an Standby, also 20 bis 35 Euro. Eine abschaltbare Steckdosenleiste an Fernseher, Konsole und Anlage kostet einmalig wenige Euro. Übersteigt der Standby-Anteil hier 30 Prozent, weist der Rechner darauf hin.
Wo finde ich die Wattzahl meines Geräts?
Auf dem Typenschild an der Rückseite oder Unterseite, beim Laptop auf dem Netzteil. Die Angabe dort ist die maximale Leistungsaufnahme, nicht der Durchschnitt – ein Gaming-PC mit 600-Watt-Netzteil zieht im Spiel vielleicht 400 Watt und im Leerlauf 60. Wer es genau wissen will, braucht ein Messgerät für die Steckdose; die Voreinstellungen hier sind typische Durchschnittswerte.
Was ist ein normaler Strompreis?
Entscheidend ist der Arbeitspreis je Kilowattstunde, nicht der Gesamtbetrag der Rechnung – dort steckt auch der Grundpreis drin, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Der Rechner ist auf 35 Cent voreingestellt; trage den Wert von deiner letzten Abrechnung ein, dann stimmt das Ergebnis. Für einen Tarifvergleich zählt bei hohem Verbrauch der Arbeitspreis, bei niedrigem der Grundpreis stärker.

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