Stromkosten: Heizlüfter
Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt kostet 2,10 € pro Betriebstag bei 3 Stunden – über eine Heizsaison rund 252 €. Mit Vergleich zur Gasheizung.
Für alles, was regelmäßig läuft – Fernseher, Rechner, Licht.
Steht auf dem Typenschild oder Netzteil.
Dauerverbrauch, wenn das Gerät nur wartet.
Der Arbeitspreis von deiner Abrechnung.
2.190 kWh bei 35 ct/kWh
766,50 € pro Jahr, das sind 63,88 € im Monat.Das sind 63,88 € im Monat oder 2,10 € am Tag.
- Verbrauch
- 2.190 kWhim Jahr
- Standby-Anteil
- 0 %0,00 € im Jahr
- CO₂
- 832,2 kgNäherung mit 380 g je kWh
Auffällig
- Ein Gerät dieser Leistung im Dauerbetrieb ist einer der teuersten Posten im Haushalt. Prüfe, ob eine andere Lösung günstiger ist.
So funktioniert’s
Ein Heizlüfter ist das billigste Heizgerät im Laden und die teuerste Wärme im Haus. Mit 2.000 Watt und 3 Stunden Betrieb kostet er 2,10 € am Tag – das klingt harmlos. Über eine Heizsaison von rund 120 Tagen werden daraus 720 Kilowattstunden und 252 €. Die Voreinstellung dieser Seite rechnet mit dem ganzen Jahr und kommt deshalb auf 767 €; wenn du nur im Winter heizt, ist die Saisonzahl die richtige.
Der Grund für die hohen Kosten ist kein technischer Mangel, im Gegenteil: Ein Heizlüfter setzt praktisch 100 Prozent des Stroms in Wärme um, besser geht es nicht. Teuer ist der Strom selbst. Eine Kilowattstunde Wärme aus Strom kostet 35 Cent, dieselbe Kilowattstunde aus Gas rund 12 Cent, aus einer Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3 etwa 11,7 Cent. Dieselbe Wärmemenge über dieselben 120 Tage kostet mit Gas also rund 86 € statt 252 €.
Wirtschaftlich ist ein Heizlüfter deshalb nur in genau einem Fall: kurz, punktuell und dort, wo sonst ein ganzes Haus mitgeheizt würde – zehn Minuten im Bad an einem Übergangstag, an dem die Zentralheizung noch aus ist. Sobald er täglich stundenlang läuft, ist er die teuerste Lösung von allen. Das gilt auch für den vermeintlichen Spartrick, im Homeoffice nur ein Zimmer elektrisch zu heizen und die Zentralheizung aus zu lassen: Bei 3 Stunden am Tag rechnet sich das gegenüber Gas nicht.
Zwei Hinweise zur Sicherheit, die mit Strompreisen nichts zu tun haben, aber an dieser Stelle dazugehören: 2.000 Watt sind an einer normalen Steckdose der obere Rand, und zwei solche Geräte an einer Mehrfachsteckdose überlasten die Leitung zuverlässig. Und ein Heizlüfter gehört nie unbeaufsichtigt in einen Raum mit Textilien in der Nähe – das ist der häufigste Grund für Wohnungsbrände durch Heizgeräte.
Bei Wasch- und Spülmaschinen zählt außerdem nicht die Leistungsangabe, sondern der Verbrauch je Durchgang. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen kurz 2000 Watt und läuft danach mit fast nichts – aus der Wattzahl allein lässt sich der Verbrauch nicht ableiten. Die Angabe in Kilowattstunden je Durchgang steht auf dem Energielabel.
Der zweite oft unterschätzte Posten ist der Standby. Ein Gerät mit drei Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 26 Kilowattstunden, ohne einen Handschlag zu tun – mehr als manches Gerät, das dreimal pro Woche eine Stunde läuft. Der Rechner weist den Anteil deshalb getrennt aus und rechnet ihn nur für die Zeit, in der das Gerät nicht ohnehin läuft.
Der CO₂-Wert ist eine Näherung mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix. Dieser Wert sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr; als Größenordnung taugt er, als exakte Bilanz nicht.
Häufige Fragen
Was kostet ein Heizlüfter pro Stunde?
Was kostet ein Heizlüfter im Winter?
Ist ein Heizlüfter günstiger als die Heizung?
Lohnt sich ein Heizlüfter im Homeoffice?
Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Wie rechne ich Watt in Euro um?
Lohnt es sich, den Standby abzuschalten?
Wo finde ich die Wattzahl meines Geräts?
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