Rechnerkiste

Energiekosten-Rechner

Was die Jahresrechnung für Strom und Gas wirklich kostet – mit Grundpreis, Effektivpreis und der Nachzahlung, die aus dem Abschlag folgt.

Strom und Gas sind getrennte Verträge mit getrennten Abschlägen – deshalb auch hier getrennte Felder.

Strom

Erwartet für deinen Haushalt: 2.400 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Strom-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Gas

Erwartet für deinen Haushalt: 13.500 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Gas-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Mein HaushaltBestimmt den Vergleichswert, an dem du siehst, ob dein Verbrauch normal ist.
Personen

Der erste Kopf verbraucht am meisten – Kühlschrank und Router laufen ohnehin.

Grundlage für den erwarteten Heizbedarf.

Energiekosten

2.625,00 € im Jahr, 218,75 € im Monat.

Dein Abschlag deckt davon 2.700,00 € ab – du bekommst 75,00 € zurück.

Pro Monat
218,75 €rechnerisch, nicht der Abschlag
Guthaben
75,00 €kommt zurück
Ersparnis bei Wechsel
kein Vergleichstarif
CO₂
3.626 kgNäherung, pro Jahr

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

  • Strom: Arbeitspreis (2.400 kWh)840,00 €
  • Strom: Grundpreis144,00 €
  • Strom zusammen984,00 €
  • Gas: Arbeitspreis (13.500 kWh)1.485,00 €
  • Gas: Grundpreis156,00 €
  • Gas zusammen1.641,00 €
  • Energiekosten im Jahr2.625,00 €

Preis je Kilowattstunde und Vergleichsverbrauch

Der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Er ist die Zahl, mit der sich Tarife wirklich vergleichen lassen – nicht der Arbeitspreis allein.

SparteArbeitspreisEffektivpreisDein VerbrauchErwartet
Strom35 ct41 ct2.400 kWh2.400 kWh
Gas11 ct12,2 ct13.500 kWh13.500 kWh

So funktioniert’s

Eine Energierechnung besteht aus zwei Teilen, und nur einer davon hängt am Verbrauch. Der Arbeitspreis wird je Kilowattstunde abgerechnet, der Grundpreis fällt monatlich an, egal ob der Zähler steht oder läuft. Dieser Rechner weist beides getrennt aus und rechnet daraus den Effektivpreis – den Mischpreis, in dem der Grundpreis auf die verbrauchten Kilowattstunden verteilt ist. Er ist die einzige Zahl, mit der sich zwei Tarife ehrlich vergleichen lassen.

Genau daran scheitern die meisten Tarifvergleiche. Ein Angebot mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis gewinnt bei großem Verbrauch und verliert bei kleinem. Wer allein auf die Cent je Kilowattstunde schaut, wechselt als Einpersonenhaushalt regelmäßig in den teureren Tarif. Der Rechner zeigt deshalb beide Preise nebeneinander und lässt einen Vergleichstarif direkt gegenrechnen.

Der Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Vorauszahlung auf Schätzbasis. Der richtige Abschlag ist ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten – alles darunter wird am Jahresende zur Nachzahlung, alles darüber zu einem zinslosen Kredit an den Versorger. Beide Richtungen lassen sich jederzeit anpassen. Die Differenz zwischen berechneten Kosten und gezahltem Abschlag ist die Zahl, wegen der die meisten Leute überhaupt rechnen.

Wer seinen Jahresverbrauch nicht kennt, bekommt einen Erwartungswert. Beim Strom wächst er nicht linear mit der Haushaltsgröße: Die erste Person bringt rund 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere etwa 900, weil Kühlschrank, Router und Beleuchtung unabhängig von der Personenzahl laufen. Elektrisches Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer schlägt mit weiteren 550 Kilowattstunden je Person zu Buche und ist der Posten, der die Spanne am stärksten verschiebt. Beim Gas zählen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau.

Dieser Erwartungswert steht im Ergebnis immer neben dem eingetragenen Verbrauch. Er ist keine Zielgröße, sondern eine Einordnung: Erst wenn klar ist, ob 4.800 Kilowattstunden für diesen Haushalt viel oder wenig sind, lässt sich entscheiden, ob der Tarif das Problem ist oder der Verbrauch. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung. Für Strom rechnet er mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix – ein Wert, der mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr sinkt. Für Gas sind es 201 Gramm, und dieser Wert bleibt, weil er aus der Verbrennung folgt und nicht aus einer Statistik. Als Größenordnung taugen beide, als Bilanz nicht.

Warum der Arbeitspreis allein täuscht

Ein Beispiel macht den Effekt greifbar: Tarif A kostet 30 Cent je Kilowattstunde plus 5 Euro Grundpreis im Monat, Tarif B nur 28 Cent, dafür 15 Euro Grundpreis. Bis rund 6.000 Kilowattstunden im Jahr ist Tarif A günstiger, darüber lohnt sich B – obwohl B durchgehend den niedrigeren Arbeitspreis hat. Der Umschlagpunkt lässt sich nur über den Effektivpreis finden, nie über den Arbeitspreis allein.

Der Abschlag ist eine Vorauszahlung

Aus Sicht des Versorgers ist ein zu hoch angesetzter Abschlag ein zinsloses Darlehen der Kundschaft – ein Grund, warum manche Anbieter bei der Erstkalkulation eher großzügig runden. Wer einen Rückgang des eigenen Verbrauchs erwartet, etwa nach einem energetischen Umbau oder einem Auszug aus dem Haushalt, kann eine Anpassung des Abschlags formlos beim Versorger beantragen.

Ein zu niedriger Abschlag ist riskanter als ein zu hoher: Die Nachzahlung wird auf einen Schlag fällig, oft im Folgemonat mit einem gleichzeitig neu berechneten, höheren Abschlag – zwei Belastungen auf einmal.

Erwartungswert für Strom und Gas

Der Grund für die Nicht-Linearität liegt in zwei unterschiedlichen Verbrauchsarten: Eine Grundlast aus Kühlschrank, Router und Beleuchtung fällt unabhängig davon an, ob ein oder vier Personen im Haushalt leben, während sich der personenabhängige Verbrauch – vor allem Warmwasser und Wäsche – mit jeder weiteren Person addiert.

Erwartungswert Stromverbrauch nach Haushaltsgröße
HaushaltKilowattstunden pro Jahr
1 Person1.500 kWh
2 Personen2.400 kWh
3 Personen3.300 kWh
4 Personen4.200 kWh

Beim Gas zählen stattdessen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau – die Personenzahl spielt hier eine deutlich kleinere Rolle als beim Strom.

Einordnung: viel oder wenig?

Bei einem Dreipersonenhaushalt mit einem Erwartungswert von 3.300 Kilowattstunden würde der Rechner erst ab etwa 4.950 Kilowattstunden – mehr als die Hälfte darüber – ausdrücklich auf die Abweichung hinweisen. Darunter gilt der eingetragene Verbrauch als plausible individuelle Schwankung, kein Anlass zur Fehlersuche.

CO₂-Werte für Strom und Gas

Ein gut gedämmtes Haus mit wenig Gasverbrauch kann trotzdem eine schlechtere CO₂-Bilanz haben als ein weniger gedämmtes, das vollständig elektrisch mit einer Wärmepumpe heizt und dabei überwiegend Ökostrom bezieht – weil der CO₂-Wert je Kilowattstunde beim Strommix sinkt, beim Gas als Verbrennungswert dagegen konstant bleibt. Als Größenordnung taugen beide Werte, als Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Wo finde ich Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch?
Alle drei stehen auf der letzten Jahresabrechnung, meist auf der zweiten Seite unter „Berechnung des Rechnungsbetrags“. Der Arbeitspreis ist in Cent je Kilowattstunde angegeben, der Grundpreis als Betrag pro Monat oder Jahr – bei einer Jahresangabe durch zwölf teilen. Achte darauf, ob die Preise brutto oder netto ausgewiesen sind; für einen Haushalt ist immer der Bruttopreis der richtige.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Effektivpreis?
Der Arbeitspreis gilt je Kilowattstunde, der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Bei 3.000 Kilowattstunden und 144 Euro Grundpreis im Jahr sind das 4,80 Cent Unterschied – aus 35 Cent Arbeitspreis werden 39,80 Cent effektiv. Bei doppeltem Verbrauch halbiert sich dieser Aufschlag. Deshalb ist nur der Effektivpreis zwischen Tarifen vergleichbar.
Wie hoch sollte mein Abschlag sein?
Ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten. Wichtig ist „erwartet“ und nicht „letztes Jahr“: Nach einer Preiserhöhung deckt der alte Abschlag die neuen Kosten nicht mehr, und genau daraus entstehen die dreistelligen Nachzahlungen. Der Rechner zeigt die Lücke, sobald der aktuelle Abschlag eingetragen ist.
Warum weicht das Ergebnis von meiner Rechnung ab?
Meist aus einem von drei Gründen. Erstens ein Preiswechsel mitten im Abrechnungszeitraum – dann rechnet der Versorger zwei Zeiträume getrennt, dieser Rechner mit einem einheitlichen Preis. Zweitens ein Abrechnungszeitraum, der keine zwölf Monate umfasst. Drittens Boni oder Neukundenrabatte, die einmalig gegengerechnet werden und in keinem Arbeitspreis stecken.
Rechnet der Rechner mit Umlagen, Steuern und Netzgebühren?
Sie sind bereits im Arbeitspreis und Grundpreis enthalten, die du eingibst – Netzentgelte, Konzessionsabgabe, Stromsteuer beziehungsweise CO₂-Preis und Mehrwertsteuer sind Teil des Bruttopreises auf der Rechnung. Deshalb braucht es hier keine eigenen Felder dafür.
Wie rechne ich Kubikmeter Gas in Kilowattstunden um?
Kubikmeter mal Brennwert mal Zustandszahl. Beide Werte stehen auf der Jahresabrechnung; typisch sind ein Brennwert um 11 und eine Zustandszahl um 0,95, zusammen also rund 10,4 Kilowattstunden je Kubikmeter. Als Näherung ohne Rechnung zur Hand: Kubikmeter mal 10.
Kann ich Strom und Gas zusammen rechnen?
Ja, dafür ist der Modus „Strom & Gas“ da. Beide bleiben aber getrennte Verträge mit eigenem Verbrauch, eigenem Preis und eigenem Abschlag – deshalb hat jede Sparte ihre eigenen Felder und ihre eigene Zwischensumme. Nur die Gesamtsumme und die Differenz zum Abschlag werden addiert.
Was unterscheidet diesen Rechner vom Stromkosten-Rechner?
Der Stromkosten-Rechner beantwortet „was kostet mein Wäschetrockner im Jahr“ – er rechnet ein einzelnes Gerät aus Watt, Nutzungsdauer und Standby. Dieser Rechner geht vom anderen Ende heran: Er nimmt die Jahresabrechnung des ganzen Haushalts und prüft Preis, Abschlag und Verbrauch. Beide ergänzen sich, wenn eine hohe Rechnung erklärt werden soll.

Direkt zu deinem Fall

6 fertig eingestellte Seiten – jede rechnet denselben Rechner mit anderen Startwerten und erklärt den jeweiligen Fall.