Rechnerkiste

Stromverbrauch im 4-Personen-Haushalt

Wie viel Strom eine vierköpfige Familie verbraucht, was das im Jahr kostet und ab wann der eigene Verbrauch auffällig hoch ist.

Strom und Gas sind getrennte Verträge mit getrennten Abschlägen – deshalb auch hier getrennte Felder.

Strom

Erwartet für deinen Haushalt: 4.200 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Strom-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Mein HaushaltBestimmt den Vergleichswert, an dem du siehst, ob dein Verbrauch normal ist.
Personen

Der erste Kopf verbraucht am meisten – Kühlschrank und Router laufen ohnehin.

Grundlage für den erwarteten Heizbedarf.

Energiekosten

1.614,00 € im Jahr, 134,50 € im Monat.

Dein Abschlag deckt davon 960,00 € ab – es fehlen 654,00 €.

Pro Monat
134,50 €rechnerisch, nicht der Abschlag
Nachzahlung
654,00 €fehlt bis zur Jahresrechnung
Ersparnis bei Wechsel
kein Vergleichstarif
CO₂
1.596 kgNäherung, pro Jahr

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

  • Strom: Arbeitspreis (4.200 kWh)1.470,00 €
  • Strom: Grundpreis144,00 €
  • Strom zusammen1.614,00 €

Preis je Kilowattstunde und Vergleichsverbrauch

Der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Er ist die Zahl, mit der sich Tarife wirklich vergleichen lassen – nicht der Arbeitspreis allein.

SparteArbeitspreisEffektivpreisDein VerbrauchErwartet
Strom35 ct38,4 ct4.200 kWh4.200 kWh

Auffällig

  • Der Strom-Abschlag deckt die Jahreskosten nicht – auf diese Rechnung folgt eine Nachzahlung.

So funktioniert’s

Ein Vierpersonenhaushalt verbraucht ohne elektrische Warmwasserbereitung typischerweise rund 4.200 Kilowattstunden im Jahr. Der Wert entsteht nicht linear: Die erste Person bringt etwa 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere rund 900. Kühlschrank, Router, Heizungspumpe und Beleuchtung laufen nämlich unabhängig davon, wie viele Menschen im Haushalt wohnen – nur Waschmaschine, Trockner, Herd und Unterhaltung skalieren mit den Köpfen.

Bei 35 Cent Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis kostet dieser Verbrauch 1.614 Euro im Jahr, also 134,50 Euro im Monat. Der Effektivpreis liegt bei 38,43 Cent je Kilowattstunde. Wer stattdessen über einen Durchlauferhitzer duscht, muss mit 500 bis 600 Kilowattstunden je Person zusätzlich rechnen – bei vier Personen also mit etwa 6.400 Kilowattstunden und rund 2.380 Euro.

Deutlich über 6.000 Kilowattstunden ohne elektrisches Warmwasser sind ein Hinweis, dem sich nachgehen lohnt. Die üblichen Verursacher sind in dieser Reihenfolge: ein Wäschetrockner ohne Wärmepumpe, ein Kühl- oder Gefriergerät älter als fünfzehn Jahre, ein Gaming-PC oder Server im Dauerbetrieb, und eine alte Umwälzpumpe der Heizung. Jeder einzelne dieser Posten kann mehrere hundert Kilowattstunden im Jahr ausmachen.

Genau daran scheitern die meisten Tarifvergleiche. Ein Angebot mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis gewinnt bei großem Verbrauch und verliert bei kleinem. Wer allein auf die Cent je Kilowattstunde schaut, wechselt als Einpersonenhaushalt regelmäßig in den teureren Tarif. Der Rechner zeigt deshalb beide Preise nebeneinander und lässt einen Vergleichstarif direkt gegenrechnen.

Der Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Vorauszahlung auf Schätzbasis. Der richtige Abschlag ist ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten – alles darunter wird am Jahresende zur Nachzahlung, alles darüber zu einem zinslosen Kredit an den Versorger. Beide Richtungen lassen sich jederzeit anpassen. Die Differenz zwischen berechneten Kosten und gezahltem Abschlag ist die Zahl, wegen der die meisten Leute überhaupt rechnen.

Wer seinen Jahresverbrauch nicht kennt, bekommt einen Erwartungswert. Beim Strom wächst er nicht linear mit der Haushaltsgröße: Die erste Person bringt rund 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere etwa 900, weil Kühlschrank, Router und Beleuchtung unabhängig von der Personenzahl laufen. Elektrisches Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer schlägt mit weiteren 550 Kilowattstunden je Person zu Buche und ist der Posten, der die Spanne am stärksten verschiebt. Beim Gas zählen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau.

Dieser Erwartungswert steht im Ergebnis immer neben dem eingetragenen Verbrauch. Er ist keine Zielgröße, sondern eine Einordnung: Erst wenn klar ist, ob 4.800 Kilowattstunden für diesen Haushalt viel oder wenig sind, lässt sich entscheiden, ob der Tarif das Problem ist oder der Verbrauch. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung. Für Strom rechnet er mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix – ein Wert, der mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr sinkt. Für Gas sind es 201 Gramm, und dieser Wert bleibt, weil er aus der Verbrennung folgt und nicht aus einer Statistik. Als Größenordnung taugen beide, als Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Familie mit zwei Kindern?
Etwa 4.000 bis 4.500 Kilowattstunden im Jahr ohne elektrisches Warmwasser, mit Durchlauferhitzer 6.000 bis 7.000. Die Spanne ist groß, weil einzelne Geräte stark ins Gewicht fallen: Ein Trockner mit drei Durchgängen pro Woche kostet allein 300 bis 400 Kilowattstunden.
Ist mein Verbrauch zu hoch?
Der Rechner zeigt neben dem eingetragenen Verbrauch immer den Erwartungswert für die eingestellte Haushaltsgröße. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist er ausdrücklich darauf hin. Bis etwa zwanzig Prozent Abweichung ist alles normale Streuung durch Wohnsituation und Gewohnheiten.
Wo spare ich im großen Haushalt am meisten?
Bei den Geräten, die viel und lange laufen: Trockner, Gefriergerät, Kühlschrank. Wäsche auf der Leine statt im Trockner spart bei drei Ladungen pro Woche rund 130 Euro im Jahr. Danach kommt der Tarif – ein Wechsel bringt bei 4.200 Kilowattstunden schnell 200 Euro, und zwar ohne dass sich im Alltag irgendetwas ändert.
Wo finde ich Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch?
Alle drei stehen auf der letzten Jahresabrechnung, meist auf der zweiten Seite unter „Berechnung des Rechnungsbetrags“. Der Arbeitspreis ist in Cent je Kilowattstunde angegeben, der Grundpreis als Betrag pro Monat oder Jahr – bei einer Jahresangabe durch zwölf teilen. Achte darauf, ob die Preise brutto oder netto ausgewiesen sind; für einen Haushalt ist immer der Bruttopreis der richtige.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Effektivpreis?
Der Arbeitspreis gilt je Kilowattstunde, der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Bei 3.000 Kilowattstunden und 144 Euro Grundpreis im Jahr sind das 4,80 Cent Unterschied – aus 35 Cent Arbeitspreis werden 39,80 Cent effektiv. Bei doppeltem Verbrauch halbiert sich dieser Aufschlag. Deshalb ist nur der Effektivpreis zwischen Tarifen vergleichbar.
Wie hoch sollte mein Abschlag sein?
Ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten. Wichtig ist „erwartet“ und nicht „letztes Jahr“: Nach einer Preiserhöhung deckt der alte Abschlag die neuen Kosten nicht mehr, und genau daraus entstehen die dreistelligen Nachzahlungen. Der Rechner zeigt die Lücke, sobald der aktuelle Abschlag eingetragen ist.
Warum weicht das Ergebnis von meiner Rechnung ab?
Meist aus einem von drei Gründen. Erstens ein Preiswechsel mitten im Abrechnungszeitraum – dann rechnet der Versorger zwei Zeiträume getrennt, dieser Rechner mit einem einheitlichen Preis. Zweitens ein Abrechnungszeitraum, der keine zwölf Monate umfasst. Drittens Boni oder Neukundenrabatte, die einmalig gegengerechnet werden und in keinem Arbeitspreis stecken.

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