Rechnerkiste

Gaskosten berechnen

Gaskosten für das Jahr aus Verbrauch, Arbeitspreis und Grundpreis – mit Effektivpreis je kWh und der Nachzahlung, die daraus folgt. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Strom und Gas sind getrennte Verträge mit getrennten Abschlägen – deshalb auch hier getrennte Felder.

Gas

Erwartet für deinen Haushalt: 13.500 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Gas-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Mein HaushaltBestimmt den Vergleichswert, an dem du siehst, ob dein Verbrauch normal ist.
Personen

Der erste Kopf verbraucht am meisten – Kühlschrank und Router laufen ohnehin.

Grundlage für den erwarteten Heizbedarf.

Energiekosten

2.124,00 € im Jahr, 177,00 € im Monat.

Dein Abschlag deckt davon 1.740,00 € ab – es fehlen 384,00 €.

Pro Monat
177,00 €rechnerisch, nicht der Abschlag
Nachzahlung
384,00 €fehlt bis zur Jahresrechnung
Ersparnis bei Wechsel
kein Vergleichstarif
CO₂
3.618 kgNäherung, pro Jahr

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

  • Gas: Arbeitspreis (18.000 kWh)1.980,00 €
  • Gas: Grundpreis144,00 €
  • Gas zusammen2.124,00 €

Preis je Kilowattstunde und Vergleichsverbrauch

Der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Er ist die Zahl, mit der sich Tarife wirklich vergleichen lassen – nicht der Arbeitspreis allein.

SparteArbeitspreisEffektivpreisDein VerbrauchErwartet
Gas11 ct11,8 ct18.000 kWh13.500 kWh

Auffällig

  • Der Gas-Abschlag deckt die Jahreskosten nicht – auf diese Rechnung folgt eine Nachzahlung.

So funktioniert’s

Gas wird in Kubikmetern gemessen und in Kilowattstunden abgerechnet. Auf der Rechnung steht deshalb beides, und nur die Kilowattstunden gehören in einen Rechner. Der Umrechnungsfaktor dazwischen heißt Brennwert und liegt je nach Netzgebiet zwischen 9,8 und 11,5 – multipliziert mit der sogenannten Zustandszahl von etwa 0,95 ergibt das rund 10 Kilowattstunden je Kubikmeter. Wer nur den Zählerstand kennt, rechnet mit diesem Faktor und liegt damit selten mehr als fünf Prozent daneben.

Mit 18.000 Kilowattstunden, 11 Cent Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis im Monat kostet das Gas 2.124 Euro im Jahr: 1.980 Euro für die verbrauchte Energie und 144 Euro allein dafür, dass der Zähler hängt. Das sind 177 Euro im Monat. Der Effektivpreis, also Arbeits- und Grundpreis zusammen auf die Kilowattstunden verteilt, liegt bei 11,8 Cent – und genau diese Zahl ist die, mit der sich Angebote vergleichen lassen.

18.000 Kilowattstunden entsprechen einem teilsanierten Haus mit etwa 120 Quadratmetern. Wer deutlich darüber liegt, hat es fast immer mit einem von drei Dingen zu tun: einer Heizung, die zu heiß fährt, unzureichender Dämmung an Dach oder Kellerdecke, oder einem hydraulisch nicht abgeglichenen System, bei dem einzelne Räume überversorgt werden und andere kalt bleiben. Ein hydraulischer Abgleich kostet einige hundert Euro und spart erfahrungsgemäß fünf bis fünfzehn Prozent.

Genau daran scheitern die meisten Tarifvergleiche. Ein Angebot mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis gewinnt bei großem Verbrauch und verliert bei kleinem. Wer allein auf die Cent je Kilowattstunde schaut, wechselt als Einpersonenhaushalt regelmäßig in den teureren Tarif. Der Rechner zeigt deshalb beide Preise nebeneinander und lässt einen Vergleichstarif direkt gegenrechnen.

Der Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Vorauszahlung auf Schätzbasis. Der richtige Abschlag ist ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten – alles darunter wird am Jahresende zur Nachzahlung, alles darüber zu einem zinslosen Kredit an den Versorger. Beide Richtungen lassen sich jederzeit anpassen. Die Differenz zwischen berechneten Kosten und gezahltem Abschlag ist die Zahl, wegen der die meisten Leute überhaupt rechnen.

Wer seinen Jahresverbrauch nicht kennt, bekommt einen Erwartungswert. Beim Strom wächst er nicht linear mit der Haushaltsgröße: Die erste Person bringt rund 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere etwa 900, weil Kühlschrank, Router und Beleuchtung unabhängig von der Personenzahl laufen. Elektrisches Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer schlägt mit weiteren 550 Kilowattstunden je Person zu Buche und ist der Posten, der die Spanne am stärksten verschiebt. Beim Gas zählen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau.

Dieser Erwartungswert steht im Ergebnis immer neben dem eingetragenen Verbrauch. Er ist keine Zielgröße, sondern eine Einordnung: Erst wenn klar ist, ob 4.800 Kilowattstunden für diesen Haushalt viel oder wenig sind, lässt sich entscheiden, ob der Tarif das Problem ist oder der Verbrauch. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung. Für Strom rechnet er mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix – ein Wert, der mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr sinkt. Für Gas sind es 201 Gramm, und dieser Wert bleibt, weil er aus der Verbrennung folgt und nicht aus einer Statistik. Als Größenordnung taugen beide, als Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Wie rechne ich Kubikmeter Gas in Kilowattstunden um?
Kubikmeter mal Brennwert mal Zustandszahl. Beide Werte stehen auf der Jahresabrechnung; typisch sind ein Brennwert um 11 und eine Zustandszahl um 0,95, zusammen also etwa 10,4 Kilowattstunden je Kubikmeter. Als Näherung ohne Rechnung zur Hand: Kubikmeter mal 10.
Was ist ein normaler Gasverbrauch?
Als Größenordnung 150 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr bei einem teilsanierten Gebäude, 200 bei einem unsanierten, 100 bei einem sanierten und 60 im Neubau. Für 120 Quadratmeter teilsaniert sind das die 18.000 Kilowattstunden, mit denen diese Seite rechnet. Enthält der Verbrauch auch das Warmwasser, kommen je Person 500 bis 800 Kilowattstunden dazu.
Warum zahle ich Grundpreis, obwohl ich kaum heize?
Der Grundpreis deckt Zähler, Ablesung und Netzanschluss ab und fällt unabhängig vom Verbrauch an. Bei kleinen Verbräuchen verschiebt er das Ergebnis erheblich: 144 Euro Grundpreis sind bei 18.000 Kilowattstunden weniger als ein Cent je Einheit, bei 3.000 Kilowattstunden fast fünf. Deshalb gewinnt bei niedrigem Verbrauch oft der Tarif mit dem höheren Arbeitspreis.
Wo finde ich Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch?
Alle drei stehen auf der letzten Jahresabrechnung, meist auf der zweiten Seite unter „Berechnung des Rechnungsbetrags“. Der Arbeitspreis ist in Cent je Kilowattstunde angegeben, der Grundpreis als Betrag pro Monat oder Jahr – bei einer Jahresangabe durch zwölf teilen. Achte darauf, ob die Preise brutto oder netto ausgewiesen sind; für einen Haushalt ist immer der Bruttopreis der richtige.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Effektivpreis?
Der Arbeitspreis gilt je Kilowattstunde, der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Bei 3.000 Kilowattstunden und 144 Euro Grundpreis im Jahr sind das 4,80 Cent Unterschied – aus 35 Cent Arbeitspreis werden 39,80 Cent effektiv. Bei doppeltem Verbrauch halbiert sich dieser Aufschlag. Deshalb ist nur der Effektivpreis zwischen Tarifen vergleichbar.
Wie hoch sollte mein Abschlag sein?
Ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten. Wichtig ist „erwartet“ und nicht „letztes Jahr“: Nach einer Preiserhöhung deckt der alte Abschlag die neuen Kosten nicht mehr, und genau daraus entstehen die dreistelligen Nachzahlungen. Der Rechner zeigt die Lücke, sobald der aktuelle Abschlag eingetragen ist.
Warum weicht das Ergebnis von meiner Rechnung ab?
Meist aus einem von drei Gründen. Erstens ein Preiswechsel mitten im Abrechnungszeitraum – dann rechnet der Versorger zwei Zeiträume getrennt, dieser Rechner mit einem einheitlichen Preis. Zweitens ein Abrechnungszeitraum, der keine zwölf Monate umfasst. Drittens Boni oder Neukundenrabatte, die einmalig gegengerechnet werden und in keinem Arbeitspreis stecken.

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