Rechnerkiste

Stromkosten für den Haushalt berechnen

Stromkosten des ganzen Haushalts aus Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Grundpreis – mit Effektivpreis, Vergleichsverbrauch und Nachzahlung.

Strom und Gas sind getrennte Verträge mit getrennten Abschlägen – deshalb auch hier getrennte Felder.

Strom

Erwartet für deinen Haushalt: 2.400 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Strom-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Mein HaushaltBestimmt den Vergleichswert, an dem du siehst, ob dein Verbrauch normal ist.
Personen

Der erste Kopf verbraucht am meisten – Kühlschrank und Router laufen ohnehin.

Grundlage für den erwarteten Heizbedarf.

Energiekosten

1.194,00 € im Jahr, 99,50 € im Monat.

Dein Abschlag deckt davon 960,00 € ab – es fehlen 234,00 €.

Pro Monat
99,50 €rechnerisch, nicht der Abschlag
Nachzahlung
234,00 €fehlt bis zur Jahresrechnung
Ersparnis bei Wechsel
kein Vergleichstarif
CO₂
1.140 kgNäherung, pro Jahr

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

  • Strom: Arbeitspreis (3.000 kWh)1.050,00 €
  • Strom: Grundpreis144,00 €
  • Strom zusammen1.194,00 €

Preis je Kilowattstunde und Vergleichsverbrauch

Der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Er ist die Zahl, mit der sich Tarife wirklich vergleichen lassen – nicht der Arbeitspreis allein.

SparteArbeitspreisEffektivpreisDein VerbrauchErwartet
Strom35 ct39,8 ct3.000 kWh2.400 kWh

Auffällig

  • Der Strom-Abschlag deckt die Jahreskosten nicht – auf diese Rechnung folgt eine Nachzahlung.

So funktioniert’s

Die Stromrechnung besteht aus zwei Teilen, und nur einer davon hängt am Verbrauch. Bei 3.000 Kilowattstunden, 35 Cent Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis im Monat sind das 1.050 Euro für den Strom und 144 Euro für den Zähler, zusammen 1.194 Euro im Jahr oder 99,50 Euro im Monat. Der Effektivpreis liegt damit bei 39,80 Cent je Kilowattstunde und nicht bei den 35, die im Tarif stehen.

Dieser Unterschied ist der Grund, warum Tarifvergleiche über den Arbeitspreis allein in die Irre führen. Ein Angebot mit 32 Cent Arbeitspreis und 20 Euro Grundpreis kostet bei diesem Verbrauch 1.200 Euro – also mehr als der teurere Tarif. Erst ab etwa 3.600 Kilowattstunden dreht sich das Verhältnis. Wer wenig verbraucht, sollte auf den Grundpreis schauen; wer viel verbraucht, auf den Arbeitspreis.

3.000 Kilowattstunden passen zu einem Zwei- bis Dreipersonenhaushalt ohne elektrische Warmwasserbereitung. Kommt das Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer, sind 500 bis 600 Kilowattstunden je Person zusätzlich normal – bei drei Personen also fast 5.000 insgesamt. Dieser Posten ist der einzige im Haushalt, der die Verbrauchsspanne so stark verschiebt, dass ein Vergleich ohne ihn nichts aussagt.

Genau daran scheitern die meisten Tarifvergleiche. Ein Angebot mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis gewinnt bei großem Verbrauch und verliert bei kleinem. Wer allein auf die Cent je Kilowattstunde schaut, wechselt als Einpersonenhaushalt regelmäßig in den teureren Tarif. Der Rechner zeigt deshalb beide Preise nebeneinander und lässt einen Vergleichstarif direkt gegenrechnen.

Der Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Vorauszahlung auf Schätzbasis. Der richtige Abschlag ist ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten – alles darunter wird am Jahresende zur Nachzahlung, alles darüber zu einem zinslosen Kredit an den Versorger. Beide Richtungen lassen sich jederzeit anpassen. Die Differenz zwischen berechneten Kosten und gezahltem Abschlag ist die Zahl, wegen der die meisten Leute überhaupt rechnen.

Wer seinen Jahresverbrauch nicht kennt, bekommt einen Erwartungswert. Beim Strom wächst er nicht linear mit der Haushaltsgröße: Die erste Person bringt rund 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere etwa 900, weil Kühlschrank, Router und Beleuchtung unabhängig von der Personenzahl laufen. Elektrisches Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer schlägt mit weiteren 550 Kilowattstunden je Person zu Buche und ist der Posten, der die Spanne am stärksten verschiebt. Beim Gas zählen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau.

Dieser Erwartungswert steht im Ergebnis immer neben dem eingetragenen Verbrauch. Er ist keine Zielgröße, sondern eine Einordnung: Erst wenn klar ist, ob 4.800 Kilowattstunden für diesen Haushalt viel oder wenig sind, lässt sich entscheiden, ob der Tarif das Problem ist oder der Verbrauch. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung. Für Strom rechnet er mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix – ein Wert, der mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr sinkt. Für Gas sind es 201 Gramm, und dieser Wert bleibt, weil er aus der Verbrennung folgt und nicht aus einer Statistik. Als Größenordnung taugen beide, als Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Wo finde ich meinen Jahresverbrauch?
Auf der Jahresabrechnung, meist im oberen Drittel neben dem Abrechnungszeitraum. Steht dort ein Zeitraum von weniger als zwölf Monaten, muss der Wert erst auf ein Jahr hochgerechnet werden. Wer die Abrechnung nicht zur Hand hat, kann den aktuellen Zählerstand notieren und in vier Wochen erneut ablesen – das Zwölffache der Differenz ist eine brauchbare Näherung, solange keine Heizperiode dazwischenliegt.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Effektivpreis?
Der Arbeitspreis ist der Preis je Kilowattstunde, der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Bei 3.000 Kilowattstunden und 144 Euro Grundpreis liegen 4,80 Cent Unterschied dazwischen. Nur der Effektivpreis ist vergleichbar, weil er beide Preisbestandteile in einer Zahl zusammenfasst.
Lohnt sich ein Stromwechsel überhaupt noch?
Bei einem Effektivpreis über 40 Cent fast immer, weil Neukundentarife derzeit deutlich darunter liegen. Der Unterschied zwischen Grundversorgung und günstigem Anbieter beträgt bei 3.000 Kilowattstunden häufig 200 bis 300 Euro im Jahr. Der Wechsel ändert nichts an der Versorgungssicherheit: Fällt ein Anbieter aus, springt automatisch der Grundversorger ein.
Wo finde ich Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch?
Alle drei stehen auf der letzten Jahresabrechnung, meist auf der zweiten Seite unter „Berechnung des Rechnungsbetrags“. Der Arbeitspreis ist in Cent je Kilowattstunde angegeben, der Grundpreis als Betrag pro Monat oder Jahr – bei einer Jahresangabe durch zwölf teilen. Achte darauf, ob die Preise brutto oder netto ausgewiesen sind; für einen Haushalt ist immer der Bruttopreis der richtige.
Wie hoch sollte mein Abschlag sein?
Ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten. Wichtig ist „erwartet“ und nicht „letztes Jahr“: Nach einer Preiserhöhung deckt der alte Abschlag die neuen Kosten nicht mehr, und genau daraus entstehen die dreistelligen Nachzahlungen. Der Rechner zeigt die Lücke, sobald der aktuelle Abschlag eingetragen ist.
Warum weicht das Ergebnis von meiner Rechnung ab?
Meist aus einem von drei Gründen. Erstens ein Preiswechsel mitten im Abrechnungszeitraum – dann rechnet der Versorger zwei Zeiträume getrennt, dieser Rechner mit einem einheitlichen Preis. Zweitens ein Abrechnungszeitraum, der keine zwölf Monate umfasst. Drittens Boni oder Neukundenrabatte, die einmalig gegengerechnet werden und in keinem Arbeitspreis stecken.
Rechnet der Rechner mit Umlagen, Steuern und Netzgebühren?
Sie sind bereits im Arbeitspreis und Grundpreis enthalten, die du eingibst – Netzentgelte, Konzessionsabgabe, Stromsteuer beziehungsweise CO₂-Preis und Mehrwertsteuer sind Teil des Bruttopreises auf der Rechnung. Deshalb braucht es hier keine eigenen Felder dafür.

Direkt zu deinem Fall

6 fertig eingestellte Seiten – jede rechnet denselben Rechner mit anderen Startwerten und erklärt den jeweiligen Fall.

Zum Energiekosten-Rechner mit allen Einstellungen