Rechnerkiste

Gasverbrauch im Einfamilienhaus

Wie viel Gas ein Einfamilienhaus verbraucht, was das Heizen im Jahr kostet und woran ein zu hoher Verbrauch liegt.

Strom und Gas sind getrennte Verträge mit getrennten Abschlägen – deshalb auch hier getrennte Felder.

Gas

Erwartet für deinen Haushalt: 22.500 kWh.

Der Preis je Kilowattstunde, ohne Grundpreis.

Fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Was du gerade zahlst. Ohne Angabe: 0.

Anderen Gas-Tarif vergleichen

0 lässt den Vergleich weg.

Mein HaushaltBestimmt den Vergleichswert, an dem du siehst, ob dein Verbrauch normal ist.
Personen

Der erste Kopf verbraucht am meisten – Kühlschrank und Router laufen ohnehin.

Grundlage für den erwarteten Heizbedarf.

Energiekosten

2.643,00 € im Jahr, 220,25 € im Monat.

Dein Abschlag deckt davon 1.740,00 € ab – es fehlen 903,00 €.

Pro Monat
220,25 €rechnerisch, nicht der Abschlag
Nachzahlung
903,00 €fehlt bis zur Jahresrechnung
Ersparnis bei Wechsel
kein Vergleichstarif
CO₂
4.523 kgNäherung, pro Jahr

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

  • Gas: Arbeitspreis (22.500 kWh)2.475,00 €
  • Gas: Grundpreis168,00 €
  • Gas zusammen2.643,00 €

Preis je Kilowattstunde und Vergleichsverbrauch

Der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Er ist die Zahl, mit der sich Tarife wirklich vergleichen lassen – nicht der Arbeitspreis allein.

SparteArbeitspreisEffektivpreisDein VerbrauchErwartet
Gas11 ct11,7 ct22.500 kWh22.500 kWh

Auffällig

  • Der Gas-Abschlag deckt die Jahreskosten nicht – auf diese Rechnung folgt eine Nachzahlung.

So funktioniert’s

Der Gasverbrauch eines Hauses hängt fast ausschließlich an zwei Größen: Wohnfläche und Dämmzustand. Ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern braucht rund 150 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, insgesamt also etwa 22.500 Kilowattstunden. Unsaniert wären es 200 je Quadratmeter und damit 30.000, im Neubaustandard 60 und damit 9.000. Zwischen dem schlechtesten und dem besten Fall liegt bei gleicher Fläche also der Faktor drei.

Bei 11 Cent Arbeitspreis und 14 Euro Grundpreis kosten die 22.500 Kilowattstunden 2.643 Euro im Jahr: 2.475 Euro Energie und 168 Euro Grundpreis. Das sind 220,25 Euro im Monat und ein Effektivpreis von 11,75 Cent je Kilowattstunde. Weil beim Heizen so viele Kilowattstunden zusammenkommen, wiegt ein Cent Preisunterschied hier schwer – ein Cent weniger sind 225 Euro im Jahr.

Wer deutlich über dem Erwartungswert liegt, sollte in dieser Reihenfolge prüfen: die Vorlauftemperatur der Heizung, die bei vielen Anlagen unnötig hoch eingestellt ist; die Dämmung der obersten Geschossdecke, die günstigste Maßnahme überhaupt; den hydraulischen Abgleich, damit entfernte Räume nicht über eine höhere Pumpenleistung mitversorgt werden müssen; und schließlich die Fenster. Die Reihenfolge ist nach Kosten je gesparter Kilowattstunde sortiert, nicht nach Aufwand.

Genau daran scheitern die meisten Tarifvergleiche. Ein Angebot mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis gewinnt bei großem Verbrauch und verliert bei kleinem. Wer allein auf die Cent je Kilowattstunde schaut, wechselt als Einpersonenhaushalt regelmäßig in den teureren Tarif. Der Rechner zeigt deshalb beide Preise nebeneinander und lässt einen Vergleichstarif direkt gegenrechnen.

Der Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Vorauszahlung auf Schätzbasis. Der richtige Abschlag ist ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten – alles darunter wird am Jahresende zur Nachzahlung, alles darüber zu einem zinslosen Kredit an den Versorger. Beide Richtungen lassen sich jederzeit anpassen. Die Differenz zwischen berechneten Kosten und gezahltem Abschlag ist die Zahl, wegen der die meisten Leute überhaupt rechnen.

Wer seinen Jahresverbrauch nicht kennt, bekommt einen Erwartungswert. Beim Strom wächst er nicht linear mit der Haushaltsgröße: Die erste Person bringt rund 1.500 Kilowattstunden mit, jede weitere etwa 900, weil Kühlschrank, Router und Beleuchtung unabhängig von der Personenzahl laufen. Elektrisches Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer schlägt mit weiteren 550 Kilowattstunden je Person zu Buche und ist der Posten, der die Spanne am stärksten verschiebt. Beim Gas zählen Wohnfläche und Dämmzustand, mit 60 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter zwischen Neubau und unsaniertem Altbau.

Dieser Erwartungswert steht im Ergebnis immer neben dem eingetragenen Verbrauch. Er ist keine Zielgröße, sondern eine Einordnung: Erst wenn klar ist, ob 4.800 Kilowattstunden für diesen Haushalt viel oder wenig sind, lässt sich entscheiden, ob der Tarif das Problem ist oder der Verbrauch. Liegt der eigene Wert mehr als die Hälfte darüber, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung. Für Strom rechnet er mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix – ein Wert, der mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr sinkt. Für Gas sind es 201 Gramm, und dieser Wert bleibt, weil er aus der Verbrennung folgt und nicht aus einer Statistik. Als Größenordnung taugen beide, als Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Wie viel Gas verbraucht ein Einfamilienhaus im Jahr?
Bei 150 Quadratmetern rund 22.500 Kilowattstunden im teilsanierten Zustand, 30.000 unsaniert und 15.000 nach einer vollständigen Sanierung. Ist das Warmwasser mit dabei, kommen je Person 500 bis 800 Kilowattstunden hinzu.
Was kostet Heizen mit Gas pro Quadratmeter?
Bei 150 Kilowattstunden je Quadratmeter und 11 Cent Arbeitspreis etwa 16,50 Euro je Quadratmeter und Jahr, zuzüglich Grundpreis. Für 150 Quadratmeter sind das die 2.643 Euro, mit denen diese Seite rechnet. Im Neubaustandard sinkt der Wert auf rund 6,60 Euro je Quadratmeter.
Lohnt sich der Wechsel zur Wärmepumpe?
Rechnerisch dann, wenn das Haus mit niedriger Vorlauftemperatur warm wird – also bei guter Dämmung oder Flächenheizung. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 braucht für die 22.500 Kilowattstunden Wärme etwa 6.400 Kilowattstunden Strom; zu 30 Cent sind das 1.920 Euro gegen 2.643 Euro Gas. Diese Rechnung kippt schnell, wenn die Anlage im unsanierten Bestand mit hoher Vorlauftemperatur laufen muss. Der Rechner hier vergleicht keine Heizsysteme, sondern rechnet den Ist-Zustand durch.
Wo finde ich Arbeitspreis, Grundpreis und Verbrauch?
Alle drei stehen auf der letzten Jahresabrechnung, meist auf der zweiten Seite unter „Berechnung des Rechnungsbetrags“. Der Arbeitspreis ist in Cent je Kilowattstunde angegeben, der Grundpreis als Betrag pro Monat oder Jahr – bei einer Jahresangabe durch zwölf teilen. Achte darauf, ob die Preise brutto oder netto ausgewiesen sind; für einen Haushalt ist immer der Bruttopreis der richtige.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Effektivpreis?
Der Arbeitspreis gilt je Kilowattstunde, der Effektivpreis rechnet den Grundpreis mit ein. Bei 3.000 Kilowattstunden und 144 Euro Grundpreis im Jahr sind das 4,80 Cent Unterschied – aus 35 Cent Arbeitspreis werden 39,80 Cent effektiv. Bei doppeltem Verbrauch halbiert sich dieser Aufschlag. Deshalb ist nur der Effektivpreis zwischen Tarifen vergleichbar.
Wie hoch sollte mein Abschlag sein?
Ein Zwölftel der erwarteten Jahreskosten. Wichtig ist „erwartet“ und nicht „letztes Jahr“: Nach einer Preiserhöhung deckt der alte Abschlag die neuen Kosten nicht mehr, und genau daraus entstehen die dreistelligen Nachzahlungen. Der Rechner zeigt die Lücke, sobald der aktuelle Abschlag eingetragen ist.
Warum weicht das Ergebnis von meiner Rechnung ab?
Meist aus einem von drei Gründen. Erstens ein Preiswechsel mitten im Abrechnungszeitraum – dann rechnet der Versorger zwei Zeiträume getrennt, dieser Rechner mit einem einheitlichen Preis. Zweitens ein Abrechnungszeitraum, der keine zwölf Monate umfasst. Drittens Boni oder Neukundenrabatte, die einmalig gegengerechnet werden und in keinem Arbeitspreis stecken.

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