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Stromkosten: mobiles Klimagerät

Ein mobiles Klimagerät mit 1.000 Watt kostet 2,11 € pro Tag bei 6 Stunden – über 30 heiße Tage rund 63 €. Mit Vergleich zum Split-Gerät.

Typisches Gerät als Startpunkt

Für alles, was regelmäßig läuft – Fernseher, Rechner, Licht.

Steht auf dem Typenschild oder Netzteil.

Dauerverbrauch, wenn das Gerät nur wartet.

Der Arbeitspreis von deiner Abrechnung.

2.196,6 kWh bei 35 ct/kWh

768,80 € pro Jahr, das sind 64,07 € im Monat.

Das sind 64,07 € im Monat oder 2,11 € am Tag – davon 2,30 € allein für den Standby.

Verbrauch
2.196,6 kWhim Jahr
Standby-Anteil
0 %2,30 € im Jahr
CO₂
834,7 kgNäherung mit 380 g je kWh

So funktioniert’s

Ein mobiles Klimagerät zieht im Betrieb rund 1.000 Watt. Bei 6 Stunden am Tag sind das 2,11 € täglich. Diese Zahl ist die brauchbare: Der Jahreswert von 769 €, den der Rechner oben zeigt, unterstellt Betrieb an 365 Tagen und ist für ein Sommergerät sinnlos. Realistisch sind 20 bis 40 Tage im Jahr, an denen es tatsächlich läuft – bei 30 Tagen kostet die Saison 63 €, bei einem heißen Sommer mit 60 Einsatztagen 126 €.

Der große Nachteil des mobilen Geräts steckt im Abluftschlauch. Er bläst warme Luft aus dem Fenster, und die Luft, die dafür nachströmt, kommt von draußen – warm. Ein Ein-Schlauch-Gerät arbeitet also permanent gegen den Unterdruck an, den es selbst erzeugt. Das ist der Grund, warum die tatsächliche Kühlleistung deutlich unter der Angabe auf dem Karton liegt und die Kosten pro gekühltem Grad hoch sind. Eine ordentliche Fensterabdichtung ist die mit Abstand wirksamste Maßnahme: Sie kostet 20 bis 40 Euro und senkt die Laufzeit spürbar.

Ein fest installiertes Split-Gerät braucht für dieselbe Kühlleistung etwa die Hälfte bis ein Drittel der Energie, weil der Kompressor draußen sitzt und kein Schlauch warme Luft nachzieht. Bei 30 Einsatztagen wären das statt 63 € rund 25 €. Der Haken ist die Installation: Sie kostet je nach Gebäude 1.500 bis 3.000 Euro, braucht bei Eigentumswohnungen die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und bei Mietwohnungen die des Vermieters.

Was ohne Gerät hilft und in dieser Rechnung gar nicht auftaucht: nachts und früh morgens querlüften, tagsüber Fenster und Rollläden zu, außenliegende Beschattung statt Innenjalousie. Die Reihenfolge ist nicht beliebig – ein Raum, in den den ganzen Tag die Sonne scheint, lässt sich mit 1.000 Watt kaum herunterkühlen, während ein verschatteter Raum oft ganz ohne Gerät auskommt.

Bei Wasch- und Spülmaschinen zählt außerdem nicht die Leistungsangabe, sondern der Verbrauch je Durchgang. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen kurz 2000 Watt und läuft danach mit fast nichts – aus der Wattzahl allein lässt sich der Verbrauch nicht ableiten. Die Angabe in Kilowattstunden je Durchgang steht auf dem Energielabel.

Der zweite oft unterschätzte Posten ist der Standby. Ein Gerät mit drei Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 26 Kilowattstunden, ohne einen Handschlag zu tun – mehr als manches Gerät, das dreimal pro Woche eine Stunde läuft. Der Rechner weist den Anteil deshalb getrennt aus und rechnet ihn nur für die Zeit, in der das Gerät nicht ohnehin läuft.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix. Dieser Wert sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr; als Größenordnung taugt er, als exakte Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ein mobiles Klimagerät pro Stunde?
0,35 € bei 1.000 Watt und 35 Cent je Kilowattstunde. Ein Gerät mit 2.000 Watt kostet das Doppelte. Die Leistungsaufnahme in Watt steht auf dem Typenschild – nicht zu verwechseln mit der Kühlleistung in BTU oder Watt Kälteleistung, die etwa zwei- bis dreimal so hoch angegeben wird.
Was kostet ein Klimagerät im Sommer?
Bei 6 Stunden am Tag: 63 € über 30 Einsatztage, 126 € über 60. Der Jahreswert im Rechner oben rechnet mit täglichem Betrieb und liegt deshalb bei 769 € – das ist die richtige Zahl nur für ein Gerät, das durchgehend läuft. Trage unter „Stunden pro Tag“ deinen tatsächlichen Schnitt über das ganze Jahr ein, wenn du die Jahreszahl brauchst.
Lohnt sich ein Split-Klimagerät gegenüber einem mobilen?
Im Verbrauch klar: etwa die Hälfte bis ein Drittel, bei 30 Einsatztagen also rund 25 € statt 63 €. Bei einer Ersparnis in dieser Größenordnung amortisiert sich eine Installation für 2.000 Euro rein rechnerisch aber erst nach Jahrzehnten. Für ein Split-Gerät sprechen Kühlleistung, Lautstärke und die Möglichkeit, es im Winter als Wärmepumpe zu nutzen – nicht der Stromverbrauch allein.
Warum kühlt mein mobiles Klimagerät so schlecht?
Fast immer wegen des Abluftschlauchs. Er transportiert warme Luft nach draußen, wodurch im Raum ein Unterdruck entsteht – und die Luft, die nachströmt, kommt durch Fenster- und Türritzen von draußen herein. Eine dichte Fensterabdichtung ist deshalb keine Zubehör-Empfehlung, sondern Voraussetzung. Zweiter häufiger Grund: ein zu großer oder unverschatteter Raum. 1.000 Watt kühlen zuverlässig etwa 20 bis 25 Quadratmeter, sofern die Sonne nicht den ganzen Tag hereinscheint.
Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Ein Kondenstrockner braucht rund 2,5 Kilowattstunden je Durchgang, ein moderner Wärmepumpentrockner etwa 1,5. Bei drei Durchgängen pro Woche und 35 Cent je Kilowattstunde sind das ungefähr 135 Euro im Jahr für den Kondens- und 82 Euro für den Wärmepumpentrockner. Damit gehört der Trockner zu den teuersten Einzelgeräten im Haushalt – Wäscheleine ist die einzige Maßnahme, die noch mehr spart als ein Gerätetausch.
Wie rechne ich Watt in Euro um?
Leistung in Watt durch 1000 ergibt Kilowatt, mal Betriebsstunden ergibt Kilowattstunden, mal Arbeitspreis ergibt Euro. Ein 100-Watt-Gerät, das täglich fünf Stunden läuft, kommt auf 182,5 Kilowattstunden im Jahr – bei 35 Cent sind das rund 64 Euro. Die Faustregel dazu: Ein Watt Dauerlast kostet im Jahr etwa drei Euro.
Lohnt es sich, den Standby abzuschalten?
Bei einzelnen Geräten mit einem halben Watt kaum, in Summe schon. Ein durchschnittlicher Haushalt verliert über alle Geräte hinweg 50 bis 100 Kilowattstunden im Jahr an Standby, also 20 bis 35 Euro. Eine abschaltbare Steckdosenleiste an Fernseher, Konsole und Anlage kostet einmalig wenige Euro. Übersteigt der Standby-Anteil hier 30 Prozent, weist der Rechner darauf hin.
Wo finde ich die Wattzahl meines Geräts?
Auf dem Typenschild an der Rückseite oder Unterseite, beim Laptop auf dem Netzteil. Die Angabe dort ist die maximale Leistungsaufnahme, nicht der Durchschnitt – ein Gaming-PC mit 600-Watt-Netzteil zieht im Spiel vielleicht 400 Watt und im Leerlauf 60. Wer es genau wissen will, braucht ein Messgerät für die Steckdose; die Voreinstellungen hier sind typische Durchschnittswerte.

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