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Stromkosten: Waschmaschine

Eine Waschmaschine kostet bei 4 Waschgängen pro Woche rund 69 € Strom im Jahr – 0,32 € je Waschgang. Mit Vergleich der Waschprogramme.

Typisches Gerät als Startpunkt

Für Wasch- und Spülmaschine: Verbrauch je Durchgang in kWh.

Steht im Handbuch oder auf dem Energielabel.

Dauerverbrauch, wenn das Gerät nur wartet.

Der Arbeitspreis von deiner Abrechnung.

195,8 kWh bei 35 ct/kWh

68,51 € pro Jahr, das sind 5,71 € im Monat.

Das sind 5,71 € im Monat oder 0,19 € am Tag – davon 2,99 € allein für den Standby.

Verbrauch
195,8 kWhim Jahr
Standby-Anteil
4 %2,99 € im Jahr
CO₂
74,4 kgNäherung mit 380 g je kWh

So funktioniert’s

Eine Waschmaschine braucht im Eco-Programm rund 0,9 Kilowattstunden je Waschgang. Bei 4 Waschgängen pro Woche und 35 Cent je Kilowattstunde sind das 196 Kilowattstunden und 69 € im Jahr – 0,32 € je Ladung. Damit ist die Waschmaschine deutlich günstiger als ihr Ruf; teuer wird Wäsche erst im Trockner, der bei gleicher Ladung leicht das Dreifache verbraucht.

Die Wattzahl hilft hier nicht weiter, und deshalb fragt der Rechner in diesem Muster gar nicht danach. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen des Wassers kurzzeitig 2.000 Watt und läuft den Rest des Programms mit 100 bis 200 Watt für Trommel und Pumpe. Aus der Spitzenleistung lässt sich der Verbrauch nicht ableiten – maßgeblich ist der Wert je Waschgang, und der steht auf dem Energielabel, bezogen auf das Eco-Programm bei voller Beladung.

Praktisch die gesamte Energie geht ins Aufheizen des Wassers, und daran hängt der einzige große Hebel: die Temperatur. Ein Waschgang bei 60 Grad braucht ungefähr das Doppelte eines Eco-Programms – bei 4 Wäschen pro Woche wären das 102 € statt 69 € im Jahr. Normal verschmutzte Alltagswäsche wird bei 30 oder 40 Grad genauso sauber, sofern das Waschmittel dazu passt. 60 Grad sind nur bei Handtüchern, Bettwäsche und im Krankheitsfall sinnvoll, und dann besser gelegentlich als grundsätzlich.

Das Eco-Programm ist die zweite Stelle, an der viele das Gegenteil des Erwarteten tun. Es dauert länger, nicht weil es mehr macht, sondern weil es weniger heizt und den Schmutz stattdessen über Zeit löst – die längere Laufzeit ist genau der Grund für den geringeren Verbrauch. Der Standby fällt daneben kaum ins Gewicht: 1 Watt ergeben 2,99 € im Jahr, also 4,4 Prozent.

Bei Wasch- und Spülmaschinen zählt außerdem nicht die Leistungsangabe, sondern der Verbrauch je Durchgang. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen kurz 2000 Watt und läuft danach mit fast nichts – aus der Wattzahl allein lässt sich der Verbrauch nicht ableiten. Die Angabe in Kilowattstunden je Durchgang steht auf dem Energielabel.

Der zweite oft unterschätzte Posten ist der Standby. Ein Gerät mit drei Watt Dauerlast verbraucht im Jahr rund 26 Kilowattstunden, ohne einen Handschlag zu tun – mehr als manches Gerät, das dreimal pro Woche eine Stunde läuft. Der Rechner weist den Anteil deshalb getrennt aus und rechnet ihn nur für die Zeit, in der das Gerät nicht ohnehin läuft.

Der CO₂-Wert ist eine Näherung mit 380 Gramm je Kilowattstunde für den deutschen Strommix. Dieser Wert sinkt mit dem Ausbau der Erneuerbaren von Jahr zu Jahr; als Größenordnung taugt er, als exakte Bilanz nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ein Waschgang?
0,32 € bei 0,9 Kilowattstunden und 35 Cent je Kilowattstunde – Strom allein, ohne Wasser und Waschmittel. Mit Wasser und Waschmittel liegt eine Ladung bei etwa 60 bis 80 Cent. Bei 60 Grad verdoppeln sich die Stromkosten je Waschgang ungefähr.
Was kostet eine Waschmaschine im Jahr?
Bei 4 Waschgängen pro Woche: 196 Kilowattstunden und 69 €. Wer überwiegend bei 60 Grad wäscht, landet bei rund 102 €. Trage oben deine eigene Zahl der Waschgänge ein – ein Vierpersonenhaushalt kommt eher auf sechs bis acht pro Woche, ein Single auf zwei.
Spart das Eco-Programm wirklich, obwohl es länger dauert?
Ja, und der Zusammenhang ist genau umgekehrt zur Intuition: Es dauert länger, weil es weniger heizt. Das Aufheizen des Wassers macht den Großteil des Verbrauchs aus; die Trommelbewegung kostet fast nichts. Ein Eco-Programm über drei Stunden bei 40 Grad braucht deshalb weniger als ein Kurzprogramm über eine Stunde bei 60 Grad.
Lohnt sich waschen mit 30 statt 60 Grad?
Für normale Alltagswäsche ja – der Unterschied liegt bei rund der Hälfte der Stromkosten, hier also 69 € statt 102 € im Jahr. Wichtig ist nur, gelegentlich heiß zu waschen und die Trommel zwischendurch offen stehen zu lassen: Dauerhaft niedrige Temperaturen begünstigen Ablagerungen und Geruch in der Maschine. Ein Waschgang bei 60 Grad im Monat reicht dafür aus.
Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Ein Kondenstrockner braucht rund 2,5 Kilowattstunden je Durchgang, ein moderner Wärmepumpentrockner etwa 1,5. Bei drei Durchgängen pro Woche und 35 Cent je Kilowattstunde sind das ungefähr 135 Euro im Jahr für den Kondens- und 82 Euro für den Wärmepumpentrockner. Damit gehört der Trockner zu den teuersten Einzelgeräten im Haushalt – Wäscheleine ist die einzige Maßnahme, die noch mehr spart als ein Gerätetausch.
Wie rechne ich Watt in Euro um?
Leistung in Watt durch 1000 ergibt Kilowatt, mal Betriebsstunden ergibt Kilowattstunden, mal Arbeitspreis ergibt Euro. Ein 100-Watt-Gerät, das täglich fünf Stunden läuft, kommt auf 182,5 Kilowattstunden im Jahr – bei 35 Cent sind das rund 64 Euro. Die Faustregel dazu: Ein Watt Dauerlast kostet im Jahr etwa drei Euro.
Lohnt es sich, den Standby abzuschalten?
Bei einzelnen Geräten mit einem halben Watt kaum, in Summe schon. Ein durchschnittlicher Haushalt verliert über alle Geräte hinweg 50 bis 100 Kilowattstunden im Jahr an Standby, also 20 bis 35 Euro. Eine abschaltbare Steckdosenleiste an Fernseher, Konsole und Anlage kostet einmalig wenige Euro. Übersteigt der Standby-Anteil hier 30 Prozent, weist der Rechner darauf hin.
Wo finde ich die Wattzahl meines Geräts?
Auf dem Typenschild an der Rückseite oder Unterseite, beim Laptop auf dem Netzteil. Die Angabe dort ist die maximale Leistungsaufnahme, nicht der Durchschnitt – ein Gaming-PC mit 600-Watt-Netzteil zieht im Spiel vielleicht 400 Watt und im Leerlauf 60. Wer es genau wissen will, braucht ein Messgerät für die Steckdose; die Voreinstellungen hier sind typische Durchschnittswerte.

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