Rechnerkiste

PEG-Ratio berechnen

KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum. Mit Kursziel, erwarteter Rendite pro Jahr und allen weiteren Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht.

Kurs und Aktien

Die beiden Zahlen, aus denen der Börsenwert entsteht. Alle folgenden Angaben in Millionen Euro – so, wie sie im Geschäftsbericht stehen.

Im Geschäftsbericht als „ausgegebene Aktien“ oder im Anhang zum Ergebnis je Aktie.

Gewinn- und Verlustrechnung

Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

Operatives Ergebnis nach Abschreibungen, vor Zinsen und Steuern.

Gewinn nach Steuern. Verluste mit Minus eintragen.

Bilanz

Nur zinstragende Schulden: Bankdarlehen und Anleihen.

Kasse, Bankguthaben und kurzfristige Wertpapiere.

Cashflow und Dividende

Aus der Kapitalflussrechnung, nicht aus der Bilanz.

Zugänge im Anlagevermögen (CapEx), positiv eintragen.

Die für das Geschäftsjahr vorgeschlagene Dividende. Keine Dividende: 0.

Weitere BilanzpostenFür Liquiditätsgrad und Zinsdeckung

Vorräte, Forderungen und liquide Mittel zusammen.

Fällig innerhalb eines Jahres.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen des Jahres.

Annahmen für Bewertung und PrognoseWachstum, faires KGV, Renditeanspruch, Horizont

Erwartung für die kommenden Jahre. Grundlage von PEG, Kursziel und erwarteter Rendite.

Welche Bewertung du dem Unternehmen zutraust – der Anker für fairen Wert und Kursziel.

Diskontsatz für das Dividendenmodell. Langfristig bringt ein breiter Aktienindex rund 7 Prozent.

Jahre

Steht groß im Ergebnis. Alle anderen Kennzahlen stehen darunter.

PEG-Verhältnis

PEG-Verhältnis: 2,71, teuer.

Setzt die Bewertung ins Verhältnis zum Wachstum. Ein KGV von 30 bei 30 Prozent Wachstum ergibt ein PEG von 1 und ist damit rechnerisch so teuer wie ein KGV von 10 bei 10 Prozent Wachstum. Nach den üblichen Faustwerten ist das teuer.

Börsenwert
8.160 Mio. €68,00 € × 120,00 Mio. Aktien
Unternehmenswert
9.180 Mio. €Börsenwert plus Nettoschulden
Nettoschulden
1.020 Mio. €1,13-faches EBITDA
Freier Cashflow
420 Mio. €5,15 % auf den Kurs

Je Aktie

Die Unternehmenszahlen auf eine Aktie umgerechnet – die Basis aller Vielfachen.

  • Gewinn je AktieJahresüberschuss / Anzahl Aktien3,58 €
  • Umsatz je AktieUmsatz / Anzahl Aktien40,00 €
  • Buchwert je AktieEigenkapital / Anzahl Aktien21,67 €
  • Cashflow je AktieOperativer Cashflow / Anzahl Aktien6,00 €
  • Freier Cashflow je Aktie(Operativer Cashflow − Investitionen) / Anzahl Aktien3,50 €

Bewertung

Was der Kurs im Verhältnis zu Gewinn, Umsatz, Substanz und Cashflow verlangt.

  • Kurs-Gewinn-VerhältnisKurs / Gewinn je Aktie18,98normal
  • Kurs-Umsatz-VerhältnisKurs / Umsatz je Aktie1,70normal
  • Kurs-Buchwert-VerhältnisKurs / Buchwert je Aktie3,14teuer
  • Kurs-Cashflow-VerhältnisKurs / Cashflow je Aktie11,33normal
  • Kurs-Free-Cashflow-VerhältnisKurs / freier Cashflow je Aktie19,43normal
  • PEG-VerhältnisKGV / erwartetes Gewinnwachstum in Prozent2,71teuer
  • EV / EBITDA(Börsenwert + Nettoschulden) / EBITDA10,20normal
  • EV / EBIT(Börsenwert + Nettoschulden) / EBIT14,34normal
  • EV / Umsatz(Börsenwert + Nettoschulden) / Umsatz1,91normal
  • GewinnrenditeGewinn je Aktie / Kurs5,27 %normal

Rentabilität

Was vom Umsatz übrig bleibt und wie gut das eingesetzte Kapital arbeitet.

  • NettomargeJahresüberschuss / Umsatz8,96 %normal
  • EBIT-MargeEBIT / Umsatz13,33 %normal
  • EBITDA-MargeEBITDA / Umsatz18,75 %normal
  • EigenkapitalrenditeJahresüberschuss / Eigenkapital16,54 %stark
  • GesamtkapitalrenditeJahresüberschuss / Bilanzsumme7,05 %normal
  • Kapitalrendite (ROCE)EBIT / (Bilanzsumme − kurzfristige Verbindlichkeiten)13,62 %normal

Bilanz und Verschuldung

Wie stabil das Unternehmen steht, wenn ein Jahr schlecht läuft.

  • EigenkapitalquoteEigenkapital / Bilanzsumme42,62 %stark
  • VerschuldungsgradNettofinanzschulden / Eigenkapital39,23 %günstig
  • Nettoschulden / EBITDA(Finanzschulden − Liquidität) / EBITDA1,13günstig
  • ZinsdeckungEBIT / Zinsaufwand10,67stark
  • Liquidität 3. GradesUmlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten164,29 %stark

Cashflow und Dividende

Ob der Gewinn als Geld ankommt – und was davon beim Aktionär landet.

  • Free-Cashflow-RenditeFreier Cashflow je Aktie / Kurs5,15 %stark
  • GewinnqualitätOperativer Cashflow / Jahresüberschuss167,44 %stark
  • DividendenrenditeDividende je Aktie / Kurs2,06 %normal
  • AusschüttungsquoteDividende je Aktie / Gewinn je Aktie39,07 %günstig

Fairer Wert je Aktie

Drei Verfahren, die von verschiedenen Seiten auf dasselbe Unternehmen schauen. Weichen sie stark voneinander ab, ist das die eigentliche Information.

  • KGV-Modell (18,00-faches Ergebnis)64,50 €
  • Graham-Zahl (Gewinn und Substanz)41,80 €
  • Dividendenmodell (Gordon)49,93 €
  • Mittel der Verfahren52,08 €
  • Aktueller Kurs68,00 €

Der Kurs liegt 23,42 Prozent über dem Mittel der Verfahren. Die Spannweite reicht von 41,80 € bis 64,50 € je Aktie.

Jedes dieser Verfahren ist eine Annahme in Zahlenform, keine Prognose. Die Graham-Zahl fällt bei substanzarmen Geschäftsmodellen strukturell niedrig aus, das KGV-Modell hängt vollständig am eingetragenen fairen KGV, und das Dividendenmodell reagiert extrem auf den Abstand zwischen Renditeanspruch und Wachstum. Keine Anlageberatung.

Was daraus in 10 Jahren wird

Gewinn und Dividende wachsen mit 7,00 Prozent pro Jahr, am Ende gilt das faire KGV von 18,00. Dividenden werden addiert, aber nicht wieder angelegt.

Gewinn je Aktie am Ende
7,05 €heute 3,58 €
Kurs bei fairem KGV
126,88 €heute 68,00 €
Dividenden zusammen
20,70 €über 10 Jahre, je Aktie
Erwartete Rendite
8,06 %pro Jahr, inklusive Dividenden
Jahr für Jahr ansehen
Projektion von Gewinn, Dividende und Kurs je Aktie
JahrGewinn/AktieDividendeKursKurs + Dividenden
13,83 €1,50 €69,02 €70,51 €
24,10 €1,60 €73,85 €76,95 €
34,39 €1,72 €79,02 €83,83 €
44,70 €1,84 €84,55 €91,20 €
55,03 €1,96 €90,46 €99,08 €
65,38 €2,10 €96,80 €107,51 €
75,75 €2,25 €103,57 €116,54 €
86,16 €2,41 €110,82 €126,19 €
96,59 €2,57 €118,58 €136,52 €
107,05 €2,75 €126,88 €147,58 €

Auffällig

  • Das PEG-Verhältnis liegt bei 2,71. Als Faustregel gilt: bis 1 preiswert, bis 2 vertretbar. Darüber zahlt der Kurs Wachstum, das erst noch geliefert werden muss.

So funktioniert’s

Das PEG-Verhältnis beantwortet die Frage, die ein KGV offen lässt: Ist die Bewertung durch Wachstum gedeckt? Gerechnet wird KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum in Prozent. Ein KGV von 19 bei 7 Prozent Wachstum ergibt ein PEG von 2,7. Die Idee dahinter, populär gemacht von Peter Lynch: Ein Unternehmen, das mit 30 Prozent wächst, darf ein KGV von 30 haben – dann liegt das PEG bei 1 und die Aktie ist rechnerisch genauso bewertet wie ein Unternehmen mit 10 Prozent Wachstum und KGV 10.

Der Haken steckt im Nenner. Das Wachstum ist eine Schätzung, und zwar eine, die sich mit jedem Quartalsbericht ändert. Wer 15 statt 10 Prozent einträgt, senkt das PEG um ein Drittel, ohne dass sich am Unternehmen etwas geändert hätte. Deshalb ist das PEG keine Kennzahl, die man einmal ausrechnet, sondern eine, die man in einer Spanne betrachtet: Was ergibt sich bei vorsichtigen 5 Prozent, was bei optimistischen 12? Liegt das PEG in beiden Fällen unter 1,5, ist die Bewertung robust. Kippt es zwischen günstig und teuer, hängt die ganze Anlageentscheidung an einer Prognose.

Zwei Einschränkungen sind wichtig. Erstens funktioniert das PEG nur bei positivem Gewinn und positivem Wachstum – bei stagnierenden oder schrumpfenden Ergebnissen ist es nicht bildbar, und der Rechner lässt es dann leer. Zweitens ignoriert es die Qualität des Wachstums: Ein Gewinnwachstum, das über Zukäufe auf Kredit entsteht, ist etwas anderes als eines aus dem laufenden Geschäft. Der Blick auf Verschuldung, Kapitalrendite und Gewinnqualität steht deshalb im Rechner direkt daneben.

Alle Eingaben stehen in drei Kapiteln des Geschäftsberichts. Umsatz, EBITDA, EBIT und Jahresüberschuss stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung; das EBITDA ist dort nicht immer ausgewiesen, ergibt sich aber aus dem EBIT plus den Abschreibungen. Eigenkapital, Bilanzsumme, Finanzschulden und liquide Mittel stehen in der Bilanz, wobei nur zinstragende Schulden gemeint sind – Lieferantenverbindlichkeiten und Rückstellungen gehören nicht dazu. Operativer Cashflow und Investitionen stehen in der Kapitalflussrechnung. Die Aktienanzahl findet sich im Anhang beim Ergebnis je Aktie. Alle Beträge in Millionen Euro eintragen, dann passen sie zur Aktienanzahl in Millionen Stück.

Der Unternehmenswert ist der wichtigste Unterschied zu einem reinen KGV-Rechner. Wer eine Aktie kauft, kauft einen Anteil am Eigenkapital – wer ein Unternehmen kauft, übernimmt die Schulden mit und bekommt die Kasse dazu. Deshalb rechnet der Enterprise Value den Börsenwert plus Nettoschulden. Zwei Unternehmen mit identischem KGV können hier weit auseinanderliegen: Das eine ist schuldenfrei, das andere hat die Hälfte seines Vermögens auf Kredit finanziert. EV/EBITDA und EV/EBIT sind gegen diesen Effekt immun und deshalb die Kennzahlen, mit denen Käufer ganze Firmen bewerten.

Die zweite Zahl, die selten nachgerechnet wird, ist die Gewinnqualität: der operative Cashflow im Verhältnis zum ausgewiesenen Gewinn. Werte über 100 Prozent sind der Normalfall, weil Abschreibungen den Gewinn mindern, aber kein Geld kosten. Bleibt der Cashflow dagegen über mehrere Jahre deutlich unter dem Gewinn, steckt der Gewinn in Forderungen oder Vorräten statt auf dem Konto – ein Muster, das den meisten Bilanzskandalen vorausgeht. Der Rechner weist die Kennzahl aus und meldet sich, wenn sie unter 80 Prozent fällt.

Der faire Wert wird mit drei Verfahren gerechnet, die absichtlich verschieden vorgehen: das KGV-Modell bewertet den Gewinn mit dem Vielfachen, das du dem Unternehmen zutraust; die Graham-Zahl bindet die Bewertung zusätzlich an die Substanz; das Dividendenmodell diskontiert die künftigen Ausschüttungen. Weichen die drei Ergebnisse stark voneinander ab, ist genau das die Information – dann hängt die Bewertung an einer einzelnen Annahme. Zusätzlich rechnet der Rechner die Erwartung über den Anlagehorizont: Gewinn und Dividende wachsen mit der eingetragenen Rate, am Ende gilt das faire KGV, und daraus ergibt sich eine Rendite pro Jahr.

Alle Kennzahlen sind Näherungen und keine Anlageberatung. Sondereffekte, Minderheitenanteile, Pensions- und Leasingverpflichtungen, Aktienrückkäufe, Währungseffekte und Steuern auf Kursgewinne bleiben außen vor. Die Faustwerte für die Einordnung sind bewusst branchenblind: Ein KGV von 25 ist bei Software normal und bei einem Stahlwerk teuer, eine Eigenkapitalquote von 10 Prozent bei einer Bank unauffällig und in der Industrie alarmierend. Wer eine Kennzahl ernst nimmt, vergleicht sie mit der Historie desselben Unternehmens und mit direkten Wettbewerbern – nicht mit einer Tabelle.

Häufige Fragen

Was ist ein gutes PEG-Verhältnis?
Bis 1 gilt als preiswert, bis 2 als vertretbar, darüber wird Wachstum bezahlt, das erst noch geliefert werden muss. Die Grenze von 1 stammt aus einer Zeit deutlich höherer Zinsen und ist heute streng – bei niedrigen Zinsen sind Anleger bereit, für langfristig verlässliches Wachstum mehr zu zahlen. Sinnvoller als die absolute Grenze ist der Vergleich innerhalb einer Branche.
Welches Wachstum trägt man ein?
Das erwartete Gewinnwachstum pro Jahr für die nächsten drei bis fünf Jahre, nicht das des letzten Jahres. Anhaltspunkte sind die Prognose des Unternehmens, das durchschnittliche Wachstum der vergangenen fünf Jahre und die Schätzungen der Analysten. Wichtig ist Konsistenz: Wer ein vorlaufendes KGV verwendet, sollte auch das Wachstum ab diesem Jahr rechnen, sonst wird derselbe Wachstumsschritt zweimal gezählt.
Warum ist mein PEG so hoch, obwohl das KGV normal ist?
Weil das Wachstum niedrig ist. Ein KGV von 15 bei 3 Prozent Wachstum ergibt ein PEG von 5 – rechnerisch teuer, obwohl das KGV unauffällig aussieht. Bei reifen, kaum wachsenden Unternehmen ist das der Normalfall, und dort ist das PEG die falsche Kennzahl. Aussagekräftiger sind dann Dividendenrendite, Free-Cashflow-Rendite und die Frage, ob das Geschäft seine Marktposition halten kann.
Welche Kennzahlen sind bei einer Aktie wirklich wichtig?
Vier Blöcke reichen für den ersten Überblick. Bewertung: KGV oder besser EV/EBIT, dazu die Free-Cashflow-Rendite. Rentabilität: EBIT-Marge und Kapitalrendite ROCE, weil sie zeigen, ob das Geschäft überhaupt Geld verdient und wie gut das eingesetzte Kapital arbeitet. Bilanz: Nettoschulden zum EBITDA und die Zinsdeckung – daran entscheidet sich, ob ein schlechtes Jahr gefährlich wird. Und Gewinnqualität: der operative Cashflow im Verhältnis zum Gewinn. Alles andere ist Verfeinerung.
Woher bekomme ich die Zahlen für den Rechner?
Aus dem Geschäftsbericht oder Quartalsbericht des Unternehmens, meist als PDF auf der Investor-Relations-Seite. Umsatz und Ergebnisgrößen stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapital und Schulden in der Bilanz, Cashflow und Investitionen in der Kapitalflussrechnung. Wer es schneller braucht: Die meisten Finanzportale zeigen dieselben Zahlen in einer Kennzahlenübersicht. Wichtig ist, dass alle Angaben aus demselben Geschäftsjahr stammen – ein Kurs von heute mit einem Gewinn von vorgestern ergibt ein schiefes Bild.
Warum unterscheiden sich meine Werte von denen auf Finanzportalen?
Meist aus drei Gründen. Erstens der verwendete Gewinn: nachlaufend, vorlaufend oder um Sondereffekte bereinigt – das kann leicht 20 Prozent Unterschied machen. Zweitens die Aktienanzahl: ausgegebene, ausstehende oder verwässerte Aktien. Drittens die Definition der Schulden: manche Portale rechnen Pensions- und Leasingverpflichtungen in die Nettoschulden ein, was den Unternehmenswert erhöht. Keine der Varianten ist falsch, aber vergleichen lassen sich nur Zahlen, die gleich gerechnet wurden.
Was ist ein fairer Wert und wie verlässlich ist er?
Ein fairer Wert ist eine Annahme in Zahlenform, keine Prognose. Jedes Verfahren übersetzt dieselbe Unsicherheit in eine andere Zahl: Das KGV-Modell hängt vollständig am fairen KGV, das du einträgst; die Graham-Zahl ist streng und bei substanzarmen Geschäften kaum erreichbar; das Dividendenmodell reagiert extrem auf den Abstand zwischen Renditeanspruch und Wachstum. Deshalb weist der Rechner alle drei plus die Spannweite aus. Liegen die Ergebnisse dicht zusammen, ist die Bewertung robust – klaffen sie auseinander, entscheidet eine einzelne Annahme.

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