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Zinseszins berechnen

Zinseszins für Einmalanlage und monatliche Sparrate – mit Kosten, Steuern, Inflation und Verdopplungsdauer. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Du nennst die Sparrate – der Rechner zeigt, was daraus wird.

Sparplan

Was heute schon da ist. Kann 0 sein.

Wird jeweils zu Monatsbeginn eingezahlt.

Jahre

Breiter Aktien-ETF langfristig 5 bis 7 %, Tagesgeld 2 bis 3 %.

Kosten und DynamikFondsgebühr, Ausgabeaufschlag und eine jährlich steigende Rate.

Breite ETFs 0,1 bis 0,3 %, aktive Fonds 1,5 bis 2 %.

Je Einzahlung. Bei ETF-Sparplänen meist 0 %.

Jährliche Erhöhung der Sparrate, damit sie mit dem Einkommen mitwächst.

Für die Umrechnung in heutige Kaufkraft.

SteuernAbgeltungsteuer, Teilfreistellung und Vorabpauschale. Stand: 2026.

Mindestens 51 % Aktien – der Normalfall bei einem MSCI-World-ETF. 30 % des Ertrags bleiben steuerfrei.

Endkapital nach Steuern

76.122,30 € nach 30 Jahren, davon 10.000,00 € eingezahlt.

Aus 10.000,00 € Einzahlung werden 66.122,30 € Ertrag. In heutiger Kaufkraft sind das 42.024,91 €.

Eingezahlt
10.000,00 €über 30 Jahre
Depotwert vor Steuern
76.122,30 €86,86 % davon sind Ertrag
In heutiger Kaufkraft
42.024,91 €bei 2,00 % Inflation
Rendite nach Kosten
7,00 %Verdopplung in 10,24 Jahren

Was vom Ertrag abgeht

  • Depotwert vor Steuern76.122,30 €
  • Eingezahlt-10.000,00 €
  • Ertrag66.122,30 €
  • Laufende Kosten und Ausgabeaufschlag0,00 €
  • Vorabpauschale während der Laufzeit0,00 €
  • Steuer beim Verkauf0,00 €
  • Endkapital nach Steuern76.122,30 €

Was sich davon entnehmen lässt

Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was monatlich herauskommt. Beide Beträge sind vor Steuer auf die enthaltenen Gewinnanteile.

Jahre
Entnahme über 25 Jahre
527,63 €pro Monat, danach ist das Kapital aufgebraucht
Entnahme ohne Kapitalverzehr
430,41 €pro Monat, nur aus den Erträgen – dauerhaft
Jahr für Jahr
JahrEingezahltDepotwertdavon ErtragSteuer
110.000,00 €10.700,00 €700,00 €0,00 €
210.000,00 €11.449,00 €1.449,00 €0,00 €
310.000,00 €12.250,43 €2.250,43 €0,00 €
410.000,00 €13.107,97 €3.107,97 €0,00 €
510.000,00 €14.025,50 €4.025,50 €0,00 €
610.000,00 €15.007,27 €5.007,27 €0,00 €
710.000,00 €16.057,77 €6.057,77 €0,00 €
810.000,00 €17.181,81 €7.181,81 €0,00 €
910.000,00 €18.384,54 €8.384,54 €0,00 €
1010.000,00 €19.671,46 €9.671,46 €0,00 €
1110.000,00 €21.048,46 €11.048,46 €0,00 €
1210.000,00 €22.521,85 €12.521,85 €0,00 €
1310.000,00 €24.098,38 €14.098,38 €0,00 €
1410.000,00 €25.785,26 €15.785,26 €0,00 €
1510.000,00 €27.590,22 €17.590,22 €0,00 €
1610.000,00 €29.521,55 €19.521,55 €0,00 €
1710.000,00 €31.588,06 €21.588,06 €0,00 €
1810.000,00 €33.799,21 €23.799,21 €0,00 €
1910.000,00 €36.165,15 €26.165,15 €0,00 €
2010.000,00 €38.696,71 €28.696,71 €0,00 €
2110.000,00 €41.405,49 €31.405,49 €0,00 €
2210.000,00 €44.303,88 €34.303,88 €0,00 €
2310.000,00 €47.405,14 €37.405,14 €0,00 €
2410.000,00 €50.723,52 €40.723,52 €0,00 €
2510.000,00 €54.274,17 €44.274,17 €0,00 €
2610.000,00 €58.073,35 €48.073,35 €0,00 €
2710.000,00 €62.138,47 €52.138,47 €0,00 €
2810.000,00 €66.488,16 €56.488,16 €0,00 €
2910.000,00 €71.142,34 €61.142,34 €0,00 €
3010.000,00 €76.122,30 €66.122,30 €0,00 €

Auffällig

  • Die Steuern sind ausgeschaltet. Das Ergebnis ist damit ein Bruttowert – bei einem Aktien-ETF gehen beim Verkauf rund 18 Prozent des Gewinns an das Finanzamt.

So funktioniert’s

Der Zinseszins ist der Effekt, dass Erträge selbst wieder Erträge bringen. Zehntausend Euro zu sieben Prozent werden im ersten Jahr um siebenhundert Euro mehr, im zweiten Jahr aber schon um 749 Euro – weil die siebenhundert aus dem Vorjahr mitverdienen. Über dreißig Jahre werden aus den zehntausend Euro so 76.123 Euro, ohne dass ein einziger Euro nachgelegt wird. Von diesem Endbetrag stammen 66.123 Euro aus Erträgen und nur zehntausend aus der eigenen Einzahlung. Genau das ist der Grund, warum bei der Geldanlage die Zeit wichtiger ist als der Betrag.

Die Formel dahinter ist kurz: Endkapital gleich Startkapital mal eins plus Zinssatz, hoch die Anzahl der Jahre. Was sie so schwer greifbar macht, ist ihr exponentieller Verlauf. Die ersten Jahre sehen enttäuschend aus, die letzten spektakulär: Im dreißigsten Jahr wächst dasselbe Kapital um 4.980 Euro, im ersten um siebenhundert. Wer einen Sparplan nach fünf Jahren abbricht, weil „nicht viel passiert“, steigt genau vor dem Teil aus, für den er die fünf Jahre gewartet hat.

Für die Verdopplungsdauer kursiert die 72er-Regel: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt ungefähr die Jahre bis zur Verdopplung. Bei sieben Prozent sind das gut zehn Jahre, genau gerechnet 10,24. Der Rechner schätzt hier nicht, sondern nimmt den Logarithmus – und zieht die laufenden Kosten vorher ab, weil ein Fonds mit einem Prozent Gebühr eben nicht mit sieben, sondern mit sechs Prozent verdoppelt. Aus 10,24 Jahren werden dadurch 11,90.

Die laufenden Kosten sind der am meisten unterschätzte Posten, weil sie klein aussehen. Ein Prozent Gebühr klingt nach einem Prozent weniger Rendite – tatsächlich kosten sie über dreißig Jahre rund ein Viertel des Endkapitals. Der Grund ist, dass die Gebühr nicht einmalig auf die Einzahlung wirkt, sondern jedes Jahr auf den gesamten Bestand, und dieser Bestand wächst. Bei 250 Euro im Monat über dreißig Jahre ist der Unterschied zwischen einem ETF mit 0,2 Prozent und einem Fonds mit 1,5 Prozent 60.357 Euro – bei 90.000 Euro Einzahlung.

Steuerlich ist seit 2018 zweierlei zu unterscheiden. Am Ende, beim Verkauf, fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag auf den Gewinn an, bei Aktienfonds gemindert um die Teilfreistellung von 30 Prozent – effektiv also rund 18,5 Prozent. Während der Laufzeit greift zusätzlich die Vorabpauschale: Der Staat besteuert jedes Jahr einen pauschalen Mindestertrag, auch wenn nichts ausgeschüttet wurde. Sie wird im Januar vom Verrechnungskonto eingezogen und am Ende gegen die Verkaufssteuer angerechnet, sodass derselbe Ertrag nicht zweimal besteuert wird. Der Rechner bildet beide Schritte nach.

Die Inflation gehört in jede Rechnung über lange Zeiträume, weil sie sonst systematisch zu optimistisch ausfällt. Hunderttausend Euro in dreißig Jahren sind bei zwei Prozent Geldentwertung so viel wert wie heute 55.000 Euro. Das macht das Sparen nicht sinnlos – im Gegenteil, es ist genau das Argument gegen das Sparbuch. Aber es verschiebt die Zielzahl: Wer im Ruhestand über eine bestimmte Kaufkraft verfügen will, muss nominal deutlich höher zielen.

Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was sich daraus entnehmen lässt. Der Rechner weist deshalb zwei Beträge aus: die monatliche Entnahme, die das Kapital über einen gewählten Zeitraum vollständig aufbraucht, und die Entnahme, die nur aus den Erträgen kommt und die Substanz unangetastet lässt. Mathematisch ist die erste dieselbe Formel wie eine Kreditrate – ein Kapital abzubauen und eine Schuld abzutragen ist dieselbe Rechnung mit umgekehrtem Vorzeichen.

Alle Ergebnisse unterstellen eine gleichbleibende Rendite, und die gibt es an der Börse nicht. Ein breiter Aktienindex hat langfristig rund sieben Prozent im Jahr gebracht, aber als Mittelwert über Jahrzehnte mit einzelnen Jahren zwischen plus dreißig und minus vierzig Prozent. Für die Planung heißt das: Die Rechnung mit mehreren Renditen durchspielen, nicht mit der optimistischsten planen, und den Anlagehorizont ernst nehmen. Dieser Rechner ist keine Anlageberatung und ersetzt keine.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Zinseszins?
Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Bei 10.000 Euro, 7 Prozent und 30 Jahren also 10.000 × 1,07^30 = 76.123 Euro. Dieser Rechner arbeitet monatlich, kommt aber auf denselben Wert, weil er den Monatszins als zwölfte Wurzel bildet und nicht als Zwölftel – sonst wären es 7,229 statt 7 Prozent im Jahr und rund 5.000 Euro zu viel. Kommt eine monatliche Sparrate dazu, wird aus der Formel eine Rentenformel, weil jede Rate unterschiedlich lange mitverzinst wird.
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Beim einfachen Zins wird der Ertrag jedes Jahr ausgezahlt und arbeitet nicht weiter: 10.000 Euro zu 7 Prozent bringen dreißig Jahre lang je 700 Euro, macht 21.000 Euro Ertrag. Beim Zinseszins bleibt der Ertrag im Depot und verzinst sich mit: derselbe Zeitraum bringt 66.123 Euro. Der Unterschied von mehr als dem Dreifachen entsteht allein dadurch, dass nichts entnommen wird.
Wie wirkt sich die Inflation auf den Zinseszins aus?
Sie frisst ihn von der anderen Seite an. Bei 2 Prozent Inflation haben 76.123 Euro in dreißig Jahren die Kaufkraft von heute 42.025 Euro. Entscheidend ist deshalb nicht der Zinssatz, sondern der Abstand zwischen Rendite und Inflation – die Realrendite. Bei 7 Prozent Rendite und 2 Prozent Inflation sind das etwa 5 Prozent. Der Rechner weist das Endkapital deshalb immer auch in heutiger Kaufkraft aus.
Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?
Für einen breit gestreuten Aktien-ETF sind 5 bis 7 Prozent pro Jahr eine gängige Annahme, abgeleitet aus der langfristigen Entwicklung von Indizes wie dem MSCI World. Für Tages- und Festgeld liegt die realistische Erwartung bei 2 bis 3 Prozent, für Anleihen dazwischen. Wichtig ist, die Rechnung zusätzlich mit einer pessimistischen Annahme zu prüfen: Trägt der Plan auch bei 4 Prozent, ist er belastbar. Trägt er nur bei 8 Prozent, ist er eine Hoffnung.
Warum ist das Ergebnis niedriger als bei anderen Rechnern?
Weil hier Kosten, Steuern und Inflation mitgerechnet werden. Viele Rechner zeigen den reinen Bruttowert, also die Verzinsung der Einzahlungen ohne Abzüge – das ist rechnerisch richtig, aber es ist nicht der Betrag, über den man am Ende verfügt. Wer die Werte vergleichen will, kann die Steuern im Rechner ausschalten und die Kosten auf null setzen; dann stimmt das Ergebnis mit den einfacheren Rechnern überein.
Wann wird die Sparrate eingezahlt – am Anfang oder am Ende des Monats?
Am Monatsanfang, so wie es Sparpläne in der Praxis ausführen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht über lange Laufzeiten aber einen sichtbaren Unterschied: Jede Rate verzinst sich einen Monat länger. Bei 100 Euro im Monat über ein Jahr zu 12 Prozent sind es 1.276,64 statt 1.264,64 Euro – über dreißig Jahre summiert sich dieser Vorsprung auf mehrere Tausend Euro.
Wie rechnet der Rechner die Rendite auf einen Monat um?
Über die zwölfte Wurzel, nicht über eine Division durch zwölf. Die eingegebene Rendite ist die effektive Jahresrendite: Aus 10.000 Euro zu 7 Prozent werden nach einem Jahr 10.700 Euro. Wer stattdessen 7 durch 12 teilt, verzinst effektiv mit 7,229 Prozent und weist über dreißig Jahre gut vier Prozent zu viel aus. Beim Kreditrechner ist die Division durch zwölf dagegen richtig, weil der deutsche Sollzins ein nominaler Jahreszins ist – genau daher stammt dort der Abstand zum effektiven Jahreszins.

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