Entnahmeplan berechnen
Monatliche Entnahme aus einem Vermögen berechnen – befristet oder dauerhaft aus den Erträgen. Mit Rendite, Laufzeit und Kaufkraftverlust.
Du nennst die Sparrate – der Rechner zeigt, was daraus wird.
Sparplan
Was heute schon da ist. Kann 0 sein.
Wird jeweils zu Monatsbeginn eingezahlt.
Breiter Aktien-ETF langfristig 5 bis 7 %, Tagesgeld 2 bis 3 %.
Kosten und DynamikFondsgebühr, Ausgabeaufschlag und eine jährlich steigende Rate.
Breite ETFs 0,1 bis 0,3 %, aktive Fonds 1,5 bis 2 %.
Je Einzahlung. Bei ETF-Sparplänen meist 0 %.
Jährliche Erhöhung der Sparrate, damit sie mit dem Einkommen mitwächst.
Für die Umrechnung in heutige Kaufkraft.
SteuernAbgeltungsteuer, Teilfreistellung und Vorabpauschale. Stand: 2026.
Mindestens 51 % Aktien – der Normalfall bei einem MSCI-World-ETF. 30 % des Ertrags bleiben steuerfrei.
Endkapital nach Steuern
524.999,99 € nach 1 Jahren, davon 500.000,00 € eingezahlt.Aus 500.000,00 € Einzahlung werden 24.999,99 € Ertrag. In heutiger Kaufkraft sind das 514.705,87 €.
- Eingezahlt
- 500.000,00 ۟ber 1 Jahre
- Depotwert vor Steuern
- 524.999,99 €4,76 % davon sind Ertrag
- In heutiger Kaufkraft
- 514.705,87 €bei 2,00 % Inflation
- Rendite nach Kosten
- 5,00 %Verdopplung in 14,21 Jahren
Was vom Ertrag abgeht
- Depotwert vor Steuern524.999,99 €
- Eingezahlt-500.000,00 €
- Ertrag24.999,99 €
- Laufende Kosten und Ausgabeaufschlag0,00 €
- Vorabpauschale während der Laufzeit0,00 €
- Steuer beim Verkauf0,00 €
- Endkapital nach Steuern524.999,99 €
Was sich davon entnehmen lässt
Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was monatlich herauskommt. Beide Beträge sind vor Steuer auf die enthaltenen Gewinnanteile.
- Entnahme über 30 Jahre
- 2.782,79 €pro Monat, danach ist das Kapital aufgebraucht
- Entnahme ohne Kapitalverzehr
- 2.138,91 €pro Monat, nur aus den Erträgen – dauerhaft
Jahr für Jahr
| Jahr | Eingezahlt | Depotwert | davon Ertrag | Steuer |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 500.000,00 € | 524.999,99 € | 24.999,99 € | 0,00 € |
Auffällig
- Die Steuern sind ausgeschaltet. Das Ergebnis ist damit ein Bruttowert – bei einem Aktien-ETF gehen beim Verkauf rund 18 Prozent des Gewinns an das Finanzamt.
So funktioniert’s
Ein Entnahmeplan ist mathematisch ein Kredit mit vertauschten Rollen: Statt eine Schuld mit Raten abzutragen, wird ein Kapital mit Entnahmen abgebaut, und beide Male verzinst sich der Rest weiter. Deshalb steckt hinter der Entnahme dieselbe Annuitätenformel wie hinter der Kreditrate. Aus 500.000 Euro lassen sich bei fünf Prozent Rendite dreißig Jahre lang 2.650 Euro im Monat entnehmen – am Ende ist das Kapital genau aufgebraucht.
Wer die Substanz nicht antasten will, entnimmt nur die Erträge. Bei denselben 500.000 Euro und fünf Prozent sind das 2.037 Euro im Monat, dafür ohne zeitliche Begrenzung und mit dem vollen Kapital für die Erben. Die Differenz von gut 600 Euro im Monat ist der Preis dafür, dass am Ende noch etwas übrig bleibt. Bekannt ist diese Größenordnung als Vier-Prozent-Regel, die aus historischen US-Daten stammt und für dreißig Jahre Entnahme kalkuliert war – sie ist eine Faustregel und keine Garantie.
Der Rechner lässt das Kapital vor der Entnahme noch ein Jahr laufen, weil die Ansparphase mindestens ein Jahr umfasst: Aus 500.000 Euro werden dadurch 525.000, und die Entnahme steigt entsprechend auf 2.783 beziehungsweise 2.139 Euro. Wer die reine Entnahme ohne dieses Jahr rechnen will, trägt einfach den Betrag ein, der nach Abzug eines Jahres Verzinsung übrig bleibt.
Zwei Dinge fehlen in jeder einfachen Entnahmerechnung und gehören mitgedacht. Erstens die Inflation: 2.783 Euro im Monat haben in zwanzig Jahren bei zwei Prozent noch die Kaufkraft von heute 1.873 Euro. Wer die Kaufkraft halten will, muss die Entnahme jährlich erhöhen und kommt damit anfangs auf einen deutlich niedrigeren Betrag. Zweitens das Reihenfolgerisiko: Ein Börsencrash in den ersten Entnahmejahren wirkt viel stärker als derselbe Crash zwanzig Jahre später, weil in der schlechten Phase Anteile verkauft werden müssen. Ein Puffer aus Tagesgeld für zwei bis drei Jahre Entnahme entschärft genau das.
Die laufenden Kosten sind der am meisten unterschätzte Posten, weil sie klein aussehen. Ein Prozent Gebühr klingt nach einem Prozent weniger Rendite – tatsächlich kosten sie über dreißig Jahre rund ein Viertel des Endkapitals. Der Grund ist, dass die Gebühr nicht einmalig auf die Einzahlung wirkt, sondern jedes Jahr auf den gesamten Bestand, und dieser Bestand wächst. Bei 250 Euro im Monat über dreißig Jahre ist der Unterschied zwischen einem ETF mit 0,2 Prozent und einem Fonds mit 1,5 Prozent 60.357 Euro – bei 90.000 Euro Einzahlung.
Steuerlich ist seit 2018 zweierlei zu unterscheiden. Am Ende, beim Verkauf, fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag auf den Gewinn an, bei Aktienfonds gemindert um die Teilfreistellung von 30 Prozent – effektiv also rund 18,5 Prozent. Während der Laufzeit greift zusätzlich die Vorabpauschale: Der Staat besteuert jedes Jahr einen pauschalen Mindestertrag, auch wenn nichts ausgeschüttet wurde. Sie wird im Januar vom Verrechnungskonto eingezogen und am Ende gegen die Verkaufssteuer angerechnet, sodass derselbe Ertrag nicht zweimal besteuert wird. Der Rechner bildet beide Schritte nach.
Die Inflation gehört in jede Rechnung über lange Zeiträume, weil sie sonst systematisch zu optimistisch ausfällt. Hunderttausend Euro in dreißig Jahren sind bei zwei Prozent Geldentwertung so viel wert wie heute 55.000 Euro. Das macht das Sparen nicht sinnlos – im Gegenteil, es ist genau das Argument gegen das Sparbuch. Aber es verschiebt die Zielzahl: Wer im Ruhestand über eine bestimmte Kaufkraft verfügen will, muss nominal deutlich höher zielen.
Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was sich daraus entnehmen lässt. Der Rechner weist deshalb zwei Beträge aus: die monatliche Entnahme, die das Kapital über einen gewählten Zeitraum vollständig aufbraucht, und die Entnahme, die nur aus den Erträgen kommt und die Substanz unangetastet lässt. Mathematisch ist die erste dieselbe Formel wie eine Kreditrate – ein Kapital abzubauen und eine Schuld abzutragen ist dieselbe Rechnung mit umgekehrtem Vorzeichen.
Alle Ergebnisse unterstellen eine gleichbleibende Rendite, und die gibt es an der Börse nicht. Ein breiter Aktienindex hat langfristig rund sieben Prozent im Jahr gebracht, aber als Mittelwert über Jahrzehnte mit einzelnen Jahren zwischen plus dreißig und minus vierzig Prozent. Für die Planung heißt das: Die Rechnung mit mehreren Renditen durchspielen, nicht mit der optimistischsten planen, und den Anlagehorizont ernst nehmen. Dieser Rechner ist keine Anlageberatung und ersetzt keine.
Häufige Fragen
Wie viel kann ich monatlich aus 500.000 Euro entnehmen?
Was ist die 4-Prozent-Regel?
Wird die Steuer bei der Entnahme berücksichtigt?
Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?
Warum ist das Ergebnis niedriger als bei anderen Rechnern?
Wann wird die Sparrate eingezahlt – am Anfang oder am Ende des Monats?
Wie rechnet der Rechner die Rendite auf einen Monat um?
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