Rechnerkiste

100 Euro im Monat sparen

100 Euro monatlich anlegen – Endkapital nach Kosten, Steuern und Inflation. Mit Jahrestabelle und der Rechnung, was zehn Jahre früher anfangen bringt.

Du nennst die Sparrate – der Rechner zeigt, was daraus wird.

Sparplan

Was heute schon da ist. Kann 0 sein.

Wird jeweils zu Monatsbeginn eingezahlt.

Jahre

Breiter Aktien-ETF langfristig 5 bis 7 %, Tagesgeld 2 bis 3 %.

Kosten und DynamikFondsgebühr, Ausgabeaufschlag und eine jährlich steigende Rate.

Breite ETFs 0,1 bis 0,3 %, aktive Fonds 1,5 bis 2 %.

Je Einzahlung. Bei ETF-Sparplänen meist 0 %.

Jährliche Erhöhung der Sparrate, damit sie mit dem Einkommen mitwächst.

Für die Umrechnung in heutige Kaufkraft.

SteuernAbgeltungsteuer, Teilfreistellung und Vorabpauschale. Stand: 2026.

Mindestens 51 % Aktien – der Normalfall bei einem MSCI-World-ETF. 30 % des Ertrags bleiben steuerfrei.

Endkapital nach Steuern

103.179,78 € nach 30 Jahren, davon 36.000,00 € eingezahlt.

Aus 36.000,00 € Einzahlung werden 76.411,96 € Ertrag. In heutiger Kaufkraft sind das 56.962,55 €.

Eingezahlt
36.000,00 €über 30 Jahre
Depotwert vor Steuern
112.411,96 €67,97 % davon sind Ertrag
In heutiger Kaufkraft
56.962,55 €bei 2,00 % Inflation
Rendite nach Kosten und Steuern
6,29 %Verdopplung in 10,54 Jahren

Was vom Ertrag abgeht

  • Depotwert vor Steuern112.411,96 €
  • Eingezahlt-36.000,00 €
  • Ertrag76.411,96 €
  • Laufende Kosten und Ausgabeaufschlag-2.353,96 €
  • Vorabpauschale während der Laufzeit-569,11 €
  • Steuer beim Verkauf-9.232,18 €
  • Endkapital nach Steuern103.179,78 €

Was sich davon entnehmen lässt

Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was monatlich herauskommt. Beide Beträge sind vor Steuer auf die enthaltenen Gewinnanteile.

Jahre
Entnahme über 25 Jahre
715,17 €pro Monat, danach ist das Kapital aufgebraucht
Entnahme ohne Kapitalverzehr
583,39 €pro Monat, nur aus den Erträgen – dauerhaft
Jahr für Jahr
JahrEingezahltDepotwertdavon ErtragSteuer
11.200,00 €1.243,67 €43,67 €0,00 €
22.400,00 €2.571,74 €171,74 €0,00 €
33.600,00 €3.989,87 €389,87 €0,00 €
44.800,00 €5.504,26 €704,26 €0,00 €
56.000,00 €7.121,46 €1.121,46 €0,00 €
67.200,00 €8.848,37 €1.648,37 €0,00 €
78.400,00 €10.692,50 €2.292,50 €0,00 €
89.600,00 €12.661,75 €3.061,75 €0,00 €
910.800,00 €14.764,66 €3.964,66 €0,00 €
1012.000,00 €17.010,26 €5.010,26 €0,00 €
1113.200,00 €19.408,23 €6.208,23 €0,00 €
1214.400,00 €21.968,92 €7.568,92 €0,00 €
1315.600,00 €24.703,40 €9.103,40 €0,00 €
1416.800,00 €27.623,44 €10.823,44 €0,00 €
1518.000,00 €30.741,64 €12.741,64 €0,00 €
1619.200,00 €34.071,45 €14.871,45 €0,00 €
1720.400,00 €37.627,19 €17.227,19 €0,00 €
1821.600,00 €41.424,25 €19.824,25 €0,00 €
1922.800,00 €45.478,96 €22.678,96 €0,00 €
2024.000,00 €49.808,84 €25.808,84 €0,00 €
2125.200,00 €54.432,55 €29.232,55 €0,00 €
2226.400,00 €59.369,98 €32.969,98 €0,00 €
2327.600,00 €64.642,48 €37.042,48 €0,00 €
2428.800,00 €70.269,21 €41.469,21 €3,59 €
2530.000,00 €76.254,48 €46.254,48 €26,86 €
2631.200,00 €82.621,16 €51.421,16 €51,61 €
2732.400,00 €89.393,57 €56.993,57 €77,94 €
2833.600,00 €96.597,56 €62.997,56 €105,94 €
2934.800,00 €104.260,59 €69.460,59 €135,74 €
3036.000,00 €112.411,96 €76.411,96 €167,43 €

Auffällig

  • Über die Laufzeit fallen 569 € Vorabpauschale an. Sie wird jedes Jahr im Januar vom Verrechnungskonto eingezogen – dafür sollte dort Geld liegen, sonst verkauft die Bank Anteile.

So funktioniert’s

Hundert Euro im Monat klingen nach zu wenig, um etwas zu bewegen. Über dreißig Jahre bei sieben Prozent Rendite werden daraus 112.412 Euro, von denen nur 36.000 Euro aus der eigenen Tasche stammen – 68 Prozent des Endbetrags sind Ertrag. Nach Steuern bleiben 103.180 Euro. Der Betrag ist deshalb so hoch, weil hundert Euro dreißig Jahre lang jeden Monat neu anfangen zu arbeiten: Die erste Rate hat dreißig Jahre Zeit, die letzte einen Monat.

Wie stark die Zeit wiegt, zeigt der Vergleich der Laufzeiten. Zehn Jahre mehr, also vierzig statt dreißig Jahre bei gleicher Rate, ergeben 228.719 statt 112.412 Euro. Die zusätzlichen zehn Jahre kosten 12.000 Euro Einzahlung und bringen 116.307 Euro mehr heraus – mehr als der komplette Ertrag der ersten dreißig Jahre. Wer mit zwanzig statt mit dreißig anfängt, muss deshalb nicht doppelt so viel sparen, um doppelt so weit zu kommen.

Umgekehrt gilt: Wer später anfängt, muss deutlich mehr aufwenden. Um dieselben rund 103.000 Euro nach Steuern in zwanzig statt dreißig Jahren zu erreichen, braucht es bei sieben Prozent 222 Euro im Monat statt hundert. Die Rate mehr als verdoppelt sich für dieselbe Summe. Das ist keine Mahnung, sondern eine schlichte Eigenschaft der Zinseszinsformel – und ein guter Grund, lieber mit einem kleinen Betrag früh zu beginnen als auf den perfekten Zeitpunkt und die perfekte Rate zu warten.

Die laufenden Kosten sind der am meisten unterschätzte Posten, weil sie klein aussehen. Ein Prozent Gebühr klingt nach einem Prozent weniger Rendite – tatsächlich kosten sie über dreißig Jahre rund ein Viertel des Endkapitals. Der Grund ist, dass die Gebühr nicht einmalig auf die Einzahlung wirkt, sondern jedes Jahr auf den gesamten Bestand, und dieser Bestand wächst. Bei 250 Euro im Monat über dreißig Jahre ist der Unterschied zwischen einem ETF mit 0,2 Prozent und einem Fonds mit 1,5 Prozent 60.357 Euro – bei 90.000 Euro Einzahlung.

Steuerlich ist seit 2018 zweierlei zu unterscheiden. Am Ende, beim Verkauf, fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag auf den Gewinn an, bei Aktienfonds gemindert um die Teilfreistellung von 30 Prozent – effektiv also rund 18,5 Prozent. Während der Laufzeit greift zusätzlich die Vorabpauschale: Der Staat besteuert jedes Jahr einen pauschalen Mindestertrag, auch wenn nichts ausgeschüttet wurde. Sie wird im Januar vom Verrechnungskonto eingezogen und am Ende gegen die Verkaufssteuer angerechnet, sodass derselbe Ertrag nicht zweimal besteuert wird. Der Rechner bildet beide Schritte nach.

Die Inflation gehört in jede Rechnung über lange Zeiträume, weil sie sonst systematisch zu optimistisch ausfällt. Hunderttausend Euro in dreißig Jahren sind bei zwei Prozent Geldentwertung so viel wert wie heute 55.000 Euro. Das macht das Sparen nicht sinnlos – im Gegenteil, es ist genau das Argument gegen das Sparbuch. Aber es verschiebt die Zielzahl: Wer im Ruhestand über eine bestimmte Kaufkraft verfügen will, muss nominal deutlich höher zielen.

Ein Sparplan endet nicht mit dem Endkapital, sondern mit der Frage, was sich daraus entnehmen lässt. Der Rechner weist deshalb zwei Beträge aus: die monatliche Entnahme, die das Kapital über einen gewählten Zeitraum vollständig aufbraucht, und die Entnahme, die nur aus den Erträgen kommt und die Substanz unangetastet lässt. Mathematisch ist die erste dieselbe Formel wie eine Kreditrate – ein Kapital abzubauen und eine Schuld abzutragen ist dieselbe Rechnung mit umgekehrtem Vorzeichen.

Alle Ergebnisse unterstellen eine gleichbleibende Rendite, und die gibt es an der Börse nicht. Ein breiter Aktienindex hat langfristig rund sieben Prozent im Jahr gebracht, aber als Mittelwert über Jahrzehnte mit einzelnen Jahren zwischen plus dreißig und minus vierzig Prozent. Für die Planung heißt das: Die Rechnung mit mehreren Renditen durchspielen, nicht mit der optimistischsten planen, und den Anlagehorizont ernst nehmen. Dieser Rechner ist keine Anlageberatung und ersetzt keine.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Sparplan mit 100 Euro überhaupt?
Ja, und zwar aus zwei Gründen. Rechnerisch, weil über dreißig Jahre gut 112.000 Euro entstehen, von denen zwei Drittel nicht aus eigenem Geld stammen. Praktisch, weil eine kleine Rate durchgehalten wird: Ein Sparplan, den man in einem schlechten Monat nicht aussetzen muss, läuft weiter – und Durchhalten ist bei dieser Rechnung wichtiger als die Höhe der Rate. Aufstocken lässt sich später jederzeit, verlorene Jahre nicht.
Wie viel sind 100 Euro im Monat in 30 Jahren real wert?
Bei 2 Prozent Inflation entsprechen die 112.412 Euro einer heutigen Kaufkraft von rund 57.000 Euro. Das ist immer noch deutlich mehr als die eingezahlten 36.000 Euro, aber eben nur die Hälfte des Nominalbetrags. Deshalb weist der Rechner beide Zahlen aus: Der Nominalwert steht auf dem Depotauszug, mit dem Realwert geht man einkaufen.
Sollte ich die Sparrate jährlich erhöhen?
Wenn das Einkommen mitwächst, ja – sonst sinkt der reale Sparbeitrag jedes Jahr um die Inflation. Der Rechner hat dafür das Feld Dynamik: Drei Prozent jährliche Erhöhung bedeuten, dass aus 100 Euro nach dreißig Jahren rund 236 Euro werden. Wichtig ist, im Blick zu behalten, wohin die Rate am Ende der Laufzeit läuft – bei hohen Dynamikwerten wird sie schnell größer, als man dauerhaft tragen möchte. Der Rechner nennt die Rate des letzten Jahres deshalb ausdrücklich.
Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?
Für einen breit gestreuten Aktien-ETF sind 5 bis 7 Prozent pro Jahr eine gängige Annahme, abgeleitet aus der langfristigen Entwicklung von Indizes wie dem MSCI World. Für Tages- und Festgeld liegt die realistische Erwartung bei 2 bis 3 Prozent, für Anleihen dazwischen. Wichtig ist, die Rechnung zusätzlich mit einer pessimistischen Annahme zu prüfen: Trägt der Plan auch bei 4 Prozent, ist er belastbar. Trägt er nur bei 8 Prozent, ist er eine Hoffnung.
Warum ist das Ergebnis niedriger als bei anderen Rechnern?
Weil hier Kosten, Steuern und Inflation mitgerechnet werden. Viele Rechner zeigen den reinen Bruttowert, also die Verzinsung der Einzahlungen ohne Abzüge – das ist rechnerisch richtig, aber es ist nicht der Betrag, über den man am Ende verfügt. Wer die Werte vergleichen will, kann die Steuern im Rechner ausschalten und die Kosten auf null setzen; dann stimmt das Ergebnis mit den einfacheren Rechnern überein.
Wann wird die Sparrate eingezahlt – am Anfang oder am Ende des Monats?
Am Monatsanfang, so wie es Sparpläne in der Praxis ausführen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht über lange Laufzeiten aber einen sichtbaren Unterschied: Jede Rate verzinst sich einen Monat länger. Bei 100 Euro im Monat über ein Jahr zu 12 Prozent sind es 1.276,64 statt 1.264,64 Euro – über dreißig Jahre summiert sich dieser Vorsprung auf mehrere Tausend Euro.
Wie rechnet der Rechner die Rendite auf einen Monat um?
Über die zwölfte Wurzel, nicht über eine Division durch zwölf. Die eingegebene Rendite ist die effektive Jahresrendite: Aus 10.000 Euro zu 7 Prozent werden nach einem Jahr 10.700 Euro. Wer stattdessen 7 durch 12 teilt, verzinst effektiv mit 7,229 Prozent und weist über dreißig Jahre gut vier Prozent zu viel aus. Beim Kreditrechner ist die Division durch zwölf dagegen richtig, weil der deutsche Sollzins ein nominaler Jahreszins ist – genau daher stammt dort der Abstand zum effektiven Jahreszins.

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