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Immobilien-Rechner für Sachsen

Bei 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer kostet ein Kauf über 300.000 Euro in Sachsen rund 33.210 Euro an Nebenkosten. Mit Finanzierung, Mietrendite und Cashflow.

Vermietete Immobilie: mit Mietrendite, Abschreibung und Cashflow nach Steuern.

Objekt

Für den Quadratmeterpreis und die Instandhaltungsrücklage.

Was direkt nach dem Kauf hineinfließt.

Kaufnebenkosten

Setzt die Grunderwerbsteuer. Stand der Sätze: 2026.

Aus dem Bundesland vorbelegt, aber überschreibbar.

Üblich sind 1,5 bis 2 Prozent.

Käuferanteil inklusive Umsatzsteuer. Ohne Makler: 0.

Finanzierung

Sollte mindestens die Kaufnebenkosten abdecken.

Unter zwei Prozent dauert die Rückzahlung sehr lange.

Jahre

Miete und Bewirtschaftung

Der Teil, den du nicht auf die Miete umlegen darfst.

Faustwert: 10 bis 15 Euro je m² und Jahr.

Leerstand und Zahlungsausfall, üblich 2 bis 5 Prozent.

SteuerAbschreibung und persönlicher Steuersatz

Nur das Gebäude wird abgeschrieben, der Grund und Boden nicht. Üblich sind 70 bis 80 Prozent.

Wohngebäude, fertiggestellt ab 1925. Der Normalfall.

Dein Grenzsteuersatz – der Satz auf den nächsten verdienten Euro.

Langfristige AnnahmenBetrachtungszeitraum, Wertentwicklung, Verkauf
Jahre

Nach dieser Zeit wird ein Verkauf unterstellt.

Die unsicherste Annahme im ganzen Rechner. Im Zweifel niedrig ansetzen.

Makler, Energieausweis, Vorfälligkeitsentschädigung.

Cashflow nach Steuern

-350,18 € Cashflow pro Monat nach Steuern, das sind -4.202,19 € im Jahr.

Du legst 350,18 € im Monat dazu. Vor Steuern wären es -576,81 € im Monat.

Bruttomietrendite
3,60 %Jahresmiete zum Kaufpreis
Nettomietrendite
2,67 %nach Kosten, auf die Gesamtinvestition
Kaufpreisfaktor
27,78Jahresmieten bis zum Kaufpreis
Eigenkapitalrendite
2,59 %nach Zinsen und Steuern, ohne Tilgung
Monatsrate
1.440,81 €917,66 € Zins, 523,15 € Tilgung
Beleihungsauslauf
88,21 %308.745,00 € Darlehen
Restschuld nach 10 Jahren
234.550,68 €schuldenfrei nach 28,67 Jahren
Gesamtrendite pro Jahr
5,37 %über 15 Jahre, inklusive Verkauf

Was der Kauf wirklich kostet

  • Kaufpreis350.000,00 €
  • Grunderwerbsteuer (5,50 %)19.250,00 €
  • Notar und Grundbuch (2,00 %)7.000,00 €
  • Maklerprovision (3,57 %)12.495,00 €
  • Gesamtinvestition388.745,00 €
  • davon Eigenkapital80.000,00 €
  • davon Darlehen308.745,00 €

Die Kaufnebenkosten von 38.745,00 € entsprechen 11,07 Prozent des Kaufpreises. Sie sind zum Notartermin fällig und werden von Banken in aller Regel nicht mitfinanziert.

Jahr für Jahr ansehen
Jahresverlauf von Zins, Tilgung, Restschuld und Vermögen
JahrZinsTilgungRestschuldWertCashflowVermögen
111.011,90 €6.277,82 €302.467,18 €357.000,00 €-4.202,19 €54.532,82 €
210.782,14 €6.507,58 €295.959,60 €364.140,00 €-4.208,48 €68.180,40 €
310.543,97 €6.745,75 €289.213,85 €371.422,80 €-4.216,97 €82.208,95 €
410.297,07 €6.992,65 €282.221,20 €378.851,26 €-4.227,74 €96.630,06 €
510.041,13 €7.248,59 €274.972,61 €386.428,29 €-4.240,91 €111.455,68 €
69.775,85 €7.513,87 €267.458,74 €394.156,86 €-4.256,60 €126.698,12 €
79.500,83 €7.788,89 €259.669,85 €402.040,00 €-4.274,93 €142.370,15 €
89.215,77 €8.073,95 €251.595,90 €410.080,80 €-4.296,03 €158.484,90 €
98.920,27 €8.369,45 €243.226,45 €418.282,42 €-4.320,03 €175.055,97 €
108.613,95 €8.675,77 €234.550,68 €426.648,07 €-4.347,07 €192.097,39 €
118.296,40 €8.993,32 €225.557,36 €435.181,03 €-4.377,31 €209.623,67 €
127.967,23 €9.322,49 €216.234,87 €443.884,65 €-4.410,88 €227.649,78 €
137.626,03 €9.663,69 €206.571,18 €452.762,34 €-4.447,94 €246.191,16 €
147.272,35 €10.017,37 €196.553,81 €461.817,59 €-4.488,64 €265.263,78 €
156.905,73 €10.383,99 €186.169,82 €471.053,94 €-4.533,15 €284.884,12 €

Nach dem Ende der Zinsbindung wird mit demselben Zinssatz weitergerechnet. Miete und Bewirtschaftungskosten steigen mit 1,50 Prozent pro Jahr.

Verkauf nach 15 Jahren

  • Immobilienwert471.053,94 €
  • Verkaufskosten-14.131,62 €
  • Restschuld-186.169,82 €
  • Netto-Verkaufserlös270.752,50 €
  • Cashflow über 15 Jahre-64.848,87 €
  • Eingesetztes Eigenkapital-80.000,00 €
  • Vermögenszuwachs125.903,63 €

Auffällig

  • Zum Ende der Zinsbindung stehen noch über 70 Prozent der Darlehenssumme offen. Diese Restschuld muss zu dann unbekannten Zinsen weiterfinanziert werden – das ist das eigentliche Risiko, nicht die heutige Rate.
  • Der Cashflow ist negativ: Du legst im ersten Jahr rund 6.922 € aus eigener Tasche dazu. Das kann aufgehen, muss aber dauerhaft tragbar sein.

So funktioniert’s

In Sachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent des Kaufpreises – 2023 von 3,5 Prozent angehoben – die bislang letzte Erhöhung eines Landes. Sie ist der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten und wird fällig, sobald der Kaufvertrag notariell beurkundet ist. Das Finanzamt schickt den Bescheid meist wenige Wochen nach dem Termin; erst wenn die Steuer bezahlt ist, gibt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die keine Eintragung ins Grundbuch erfolgt.

Zusammen mit Notar und Grundbuch (rund 2 Prozent) und einer Maklerprovision von 3,57 Prozent kommt ein Kauf in Sachsen damit auf etwa 11,07 Prozent Nebenkosten. Bei 300.000 Euro Kaufpreis sind das rund 33.210 Euro, bei 500.000 Euro rund 55.350 Euro. Gegenüber Bayern mit 3,5 Prozent sind das bei 300.000 Euro Kaufpreis 6.000 Euro mehr, gegenüber den Ländern mit 6,5 Prozent 3.000 Euro weniger.

Diese Summe muss als Eigenkapital vorhanden sein: Banken finanzieren die Nebenkosten praktisch nie mit, weil ihnen dafür keine Sicherheit gegenübersteht – im Fall einer Zwangsversteigerung ist das Geld weg. Wer in Sachsen mit 300.000 Euro Kaufpreis rechnet, braucht also mindestens 33.210 Euro auf dem Konto, bevor über die eigentliche Finanzierung gesprochen wird.

Sachsen hat die Grunderwerbsteuer 2023 in einem einzigen Schritt von 3,5 auf 5,5 Prozent angehoben, den bislang größten Sprung eines einzelnen Landes. Der Markt selbst ist zweigeteilt: wachsende Städte wie Dresden und Leipzig gegen ein eher schrumpfendes ländliches Umland.

Bundesweit reicht die Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in den teuersten Ländern – eine Spanne von 3 Prozentpunkten, die bei 400.000 Euro Kaufpreis schon 12.000 Euro Unterschied allein bei dieser einen Position ausmacht. Sachsen steht mit 5,5 Prozent an einer bestimmten Stelle in dieser Spanne, und anders als beim Kaufpreis selbst lässt sich dieser Satz durch die Wahl des Bundeslandes nicht verhandeln – er hängt ausschließlich am Ort des Grundstücks, nicht am Wohnsitz der Käuferin oder des Käufers.

Nebenkosten in Sachsen im Detail

Aufschlüsselung bei 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer
Postenbei 300.000 €bei 500.000 €
Grunderwerbsteuer (5,5 %)16.500 Euro27.500 Euro
Notar & Grundbuch (2 %)6.000 Euro10.000 Euro
Maklerprovision (3,57 %)10.710 Euro17.850 Euro
Summe Nebenkosten33.210 Euro55.350 Euro

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?
5,5 Prozent des Kaufpreises. Der Satz ist Landesrecht: Seit der Föderalismusreform 2006 legt ihn jedes Bundesland selbst fest, vorher galten bundesweit einheitlich 3,5 Prozent. Der Satz in Sachsen: 2023 von 3,5 Prozent angehoben – die bislang letzte Erhöhung eines Landes. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 16.500 Euro, bei 500.000 Euro 27.500 Euro.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Kauf in Sachsen?
In Sachsen mindestens die Kaufnebenkosten, also bei 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer rund 11,07 Prozent des Kaufpreises – bei 300.000 Euro etwa 33.210 Euro, bei 500.000 Euro 55.350 Euro. Das ist die absolute Untergrenze und führt zu einer Vollfinanzierung des Kaufpreises mit entsprechendem Zinsaufschlag. Komfortabel wird es, wenn zusätzlich rund 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital eingebracht werden, in diesem Beispiel also weitere 60.000 Euro.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer in Sachsen senken?
Legal und in Grenzen: Bewegliches Zubehör wie eine Einbauküche, Markisen oder eine Sauna gehört nicht zum Grundstück und darf im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden – auf diesen Teil fällt keine Grunderwerbsteuer an. Bei einer Küche im Wert von 15.000 Euro spart das in Sachsen 825 Euro. Der Betrag muss angemessen sein, das Finanzamt prüft bei auffälligen Ansätzen. Bei Neubauten kann außerdem die Trennung von Grundstückskauf und Bauvertrag helfen, wenn beide Verträge tatsächlich unabhängig sind.
Wie viel Grunderwerbsteuer spart oder kostet Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern?
Bei 300.000 Euro Kaufpreis zahlt Sachsen 6.000 Euro mehr Grunderwerbsteuer als im günstigsten Bundesland (Bayern, 3,5 Prozent) und 3.000 Euro weniger als im teuersten (6,5 Prozent). Bei 500.000 Euro Kaufpreis sind es entsprechend 10.000 Euro mehr beziehungsweise 5.000 Euro weniger.
Warum stieg die Grunderwerbsteuer in Sachsen 2023 so stark?
Sachsen hat den Satz 2023 in einem einzigen Schritt von 3,5 auf 5,5 Prozent angehoben – der bislang größte Sprung eines einzelnen Landes. Der Markt selbst ist zweigeteilt: wachsende Städte wie Dresden und Leipzig gegen ein eher schrumpfendes ländliches Umland.
Ist ein Kauf innerhalb der Familie in Sachsen steuerfrei?
Teilweise, und zwar bundesweit einheitlich, nicht nach Landesrecht: Der Erwerb durch Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder Verwandte in gerader Linie – Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern – ist nach § 3 Grunderwerbsteuergesetz von der Steuer befreit. Bei einem Hauskauf von den Eltern für 400.000 Euro spart das in Sachsen genau die sonst fällige Steuer von 22.000 Euro. Geschwister zählen nicht zur geraden Linie und sind von der Befreiung ausdrücklich ausgenommen – zwischen ihnen fällt die Steuer normal an, auch wenn beide vom selben Elternteil erben oder kaufen.

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