Rechnerkiste

Für den Urlaub sparen

Aus dem Reisebudget die monatliche Sparrate bis zur Abreise berechnen – mit vorhandener Rücklage und realistischem Puffer.

Die Reise

Nächte

8 Tage vor Ort

Was kostet was

Flug oder Bahn. Kinder zählen hier voll.

Sprit, Maut, Fähre – einmal für alle zusammen.

Der Zimmerpreis, nicht der Preis je Person.

Frühstück, Mittag, Abendessen zusammen.

Eintritte, Ausflüge, Leihgebühren.

Mietwagen, Nahverkehr, Transfer – für die ganze Reise.

FeineinstellungKind-Faktor, Puffer und Versicherung – die Stellschrauben hinter der Summe.
%

Anteil bei Verpflegung und Aktivitäten. Bei Anreise zählen sie immer voll.

%

Aufschlag auf alle Posten. Unter fünf Prozent wird es eng.

Urlaubskasse

Was schon da ist und wie viel Zeit bleibt – daraus wird die monatliche Sparrate.

Monate

Rechnet die Monate aus – geteilt wird trotzdem die Monatszahl.

Urlaubsbudget

2.271,50 € insgesamt, 1.135,75 € pro Person.

Dafür brauchst du 227,15 € im Monat – 10 Monate lang.

Pro Person
1.135,75 €2 Reisende
Pro Tag
283,94 €über 8 Tage
Tagesbudget vor Ort
115,00 €ohne Anreise und Unterkunft
Noch offen
2.271,50 €noch nichts zurückgelegt

Woraus sich das Budget zusammensetzt

  • Anreise440,00 €
  • Unterkunft665,00 €
  • Verpflegung560,00 €
  • Aktivitäten240,00 €
  • Transport vor Ort120,00 €
  • Reiseversicherung40,00 €
  • Zwischensumme2.065,00 €
  • Puffer (10 %)206,50 €
  • Urlaubsbudget2.271,50 €

So funktioniert’s

Eine Urlaubskasse funktioniert wie jeder andere Sparplan mit festem Ziel: Man kennt den Betrag und das Datum, gesucht ist die Rate. Für eine Woche zu zweit mit Flug, Mittelklassehotel und normalem Essen sind das hier 2.271,50 Euro. Verteilt auf zehn Monate bis zur Abreise ergibt das 227,15 Euro im Monat – ein Betrag, der sich als Dauerauftrag einrichten lässt und danach nicht mehr auffällt.

Der entscheidende Unterschied zu einem Sparplan auf Rendite: Hier wird nicht verzinst gerechnet. Zehn Monate auf einem Tagesgeldkonto bringen bei zwei Prozent etwa 20 Euro – weniger, als der Wechselkurs am Reisetag ausmacht. Wer die Zinsen einrechnet, täuscht eine Genauigkeit vor, die es nicht gibt. Deshalb teilt dieser Rechner schlicht und rundet dabei auf, damit die Kasse am Ende nicht knapp danebenliegt.

Sinnvoll ist ein eigenes Konto, von dem sonst nichts abgeht. Der Grund ist kein finanzieller, sondern ein praktischer: Geld auf dem Girokonto wird ausgegeben, ohne dass jemand eine Entscheidung trifft. Ein separates Tagesgeldkonto mit Dauerauftrag am Tag nach dem Gehaltseingang löst das Problem vollständig – und macht nebenbei sichtbar, ob die Rate wirklich tragbar ist oder das Konto am Monatsende regelmäßig leer läuft.

Kinder kosten nicht überall gleich viel, und ein einziger Kopf-Faktor über alle Posten liegt deshalb zwangsläufig irgendwo daneben. Beim Flug zahlen sie ab zwei Jahren fast den vollen Preis, beim Essen und bei Eintritten deutlich weniger. Der Planer trennt das: Die Anreise zählt jeden Kopf voll, Verpflegung und Aktivitäten nur zu einem einstellbaren Anteil, voreingestellt auf 60 Prozent. Für Kleinkinder sind 30 bis 40 Prozent näher an der Wirklichkeit, für Teenager 90 bis 100.

Der Puffer ist kein Sicherheitsdenken, sondern Erfahrung. Er deckt nicht den Notfall ab, sondern die Gelegenheit: den Ausflug, der sich erst vor Ort ergibt, das teurere Restaurant am letzten Abend, das Taxi bei Regen. Zehn Prozent sind ein guter Startwert. Ein Budget ohne Puffer wird an genau diesen Stellen gerissen, und dann fühlt sich der Urlaub nach Verzicht an, obwohl das Geld eigentlich da gewesen wäre.

Das Tagesbudget vor Ort ist die Zahl, mit der man tatsächlich unterwegs ist. Es enthält nur, was täglich aus der Geldbörse geht – Verpflegung, Aktivitäten, Nahverkehr –, und lässt Anreise und Unterkunft weg, weil die längst bezahlt sind. Als Orientierung für Europa: 50 bis 70 Euro je Person und Tag in Süd- und Osteuropa, 80 bis 110 in Skandinavien und der Schweiz. Liegt der eingetragene Wert unter 20 Euro, weist der Planer darauf hin.

Aus dem Budget und der Zeit bis zur Abreise wird schließlich die monatliche Sparrate. Sie wird schlicht geteilt und nicht verzinst gerechnet: Eine Urlaubskasse liegt sechs bis zwölf Monate auf einem Tagesgeldkonto, und die Zinsen daraus liegen unter dem, was der Wechselkurs am Reisetag ausmacht. Eine Zinsrechnung würde hier Genauigkeit vortäuschen, die es nicht gibt. Aufgerundet wird trotzdem, damit die Kasse am Ende nicht knapp danebenliegt.

Alle Ergebnisse sind Planungszahlen, keine Angebote. Preise für Flug und Unterkunft schwanken je nach Buchungszeitpunkt erheblich, und gerade in den Schulferien liegen zwischen der günstigsten und der teuersten Woche schnell 30 bis 50 Prozent. Der Planer rechnet das durch, was du einträgst – er sucht keine Preise.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich monatlich für den Urlaub zurücklegen?
Das Reisebudget geteilt durch die Monate bis zur Abreise, abzüglich dessen, was schon da ist. Bei 2.271,50 Euro und zehn Monaten sind das 227,15 Euro. Wer keine konkrete Reise plant, fährt mit einem festen Anteil des Nettoeinkommens gut – fünf Prozent im Monat ergeben nach einem Jahr etwa zwei Nettomonatsgehälter Reisebudget.
Sollte ich das Urlaubsgeld auf ein eigenes Konto legen?
Ja, aber nicht wegen der Zinsen. Ein separates Konto verhindert, dass das Geld nebenbei für etwas anderes draufgeht, und macht den Fortschritt sichtbar. Ein Tagesgeldkonto ist dafür richtig: täglich verfügbar, keine Kursschwankungen, kein Kursrisiko am Reisetag.
Was, wenn ich die Sparrate nicht schaffe?
Dann sind drei Stellschrauben da, und zwar in dieser Reihenfolge: die Reisedauer, die Unterkunftsklasse und die Anreise. Eine Nacht weniger spart hier 95 Euro Zimmer plus 70 Euro Verpflegung. Erst danach lohnt es sich, am Tagesbudget vor Ort zu drehen – das ist der Posten, der den Urlaub tatsächlich zum Urlaub macht.
Wie viel Geld brauche ich für eine Woche Urlaub?
Für zwei Personen mit Flug, Mittelklassehotel und normalem Essen sind rund 2.300 Euro ein realistischer Startwert – das entspricht der Voreinstellung dieses Planers. Ohne Flug und mit Ferienwohnung sinkt der Betrag schnell unter 1.500 Euro. Entscheidend sind drei Posten in dieser Reihenfolge: Anreise, Unterkunft und Verpflegung.
Warum rechnet der Planer mit einem Tag mehr als Nächten?
Weil der Anreisetag mitgegessen wird. Sieben Übernachtungen bedeuten acht Tage mit Frühstück, Mittag und Abendessen. Die Unterkunft wird deshalb nach Nächten gerechnet, alles Übrige nach Tagen. Bei zwei Personen und 35 Euro am Tag macht diese Unterscheidung 70 Euro aus.
Wie viel Puffer sollte ich einplanen?
Zehn Prozent sind ein guter Startwert, bei Fernreisen und langen Aufenthalten eher fünfzehn. Unter fünf Prozent wird es eng: Ein verpasster Anschluss, ein Arztbesuch oder ein teureres Zimmer als gebucht sprengen dann bereits das Budget. Der Planer weist ausdrücklich darauf hin, wenn der Puffer zu knapp gesetzt ist.
Zählt der Planer Kinder anders als Erwachsene?
Bei Verpflegung und Aktivitäten ja, voreingestellt zu 60 Prozent. Bei der Anreise pro Person zählen Kinder voll, weil Flug und Bahn ab zwei Jahren kaum Rabatt geben. Die Unterkunft läuft pro Nacht und ist von der Personenzahl ohnehin unabhängig. Der Anteil lässt sich in der Feineinstellung ändern.

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