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15 Prozent mehr Gehalt – was bleibt netto?

15 Prozent Gehaltserhöhung: Brutto-Plus, Netto-Plus und Grenzbelastung berechnen – plus 20 Jahre gespart.

Was verdienst du aktuell?

Ledig, verwitwet oder geschieden, ohne Kind im Haushalt.

Setzt den Kirchensteuersatz (9 %).

Kirche, Kinder und VersicherungDie Angaben, die das Netto am stärksten verschieben.

So funktioniert’s

15 Prozent auf 4.000 Euro sind 600 Euro brutto mehr im Monat, netto kommen davon rund 318 Euro an – eine Grenzbelastung von etwa 47 Prozent. Eine Erhöhung dieser Größenordnung ist meist ein Jobwechsel oder eine Beförderung mit neuer Verantwortung, seltener eine einzelne Gehaltsrunde im bestehenden Vertrag.

Bei so einem Sprung lohnt sich ein zweiter Blick auf die Steuerklasse und – bei Verheirateten – auf die Kombination beider Einkommen: Eine ungünstige Steuerklassenwahl kostet an dieser Stelle spürbar mehr als bei einer kleinen Erhöhung, weil die absolute Differenz größer ist. Der Brutto-Netto-Rechner zeigt die Klassen im direkten Vergleich.

318 Euro monatlich, 20 Jahre lang mit den Sparplan-Standardannahmen angelegt, ergeben nach Kosten und Steuern rund 147.000 Euro bei 76.300 Euro Einzahlung. Wer diesen Betrag konsequent anlegt statt den Lebensstandard in gleichem Maß anzuheben, baut daraus über zwei Jahrzehnte einen erheblichen Teil einer privaten Altersvorsorge auf.

Die Grenzbelastung liegt für die meisten Angestellten zwischen 40 und 48 Prozent – deutlich über dem Durchschnittssteuersatz, der oft bei nur 30 bis 35 Prozent liegt. Der Unterschied erklärt sich aus der Progression: Der höhere Satz gilt nur für den zusätzlichen Teil des Einkommens, nicht für das gesamte Gehalt. Wer mit dem Durchschnittssatz rechnet, überschätzt systematisch, was von einer Erhöhung ankommt.

Der dritte Schritt zeigt, was aus der Differenz wird, wenn sie nicht im laufenden Konsum aufgeht: 20 Jahre mit den Standardannahmen des Sparplan-Rechners angelegt – 7 Prozent Rendite, 0,2 Prozent laufende Kosten, Abgeltungsteuer. Aus einer monatlichen Differenz von wenigen hundert Euro wird über diesen Zeitraum ein Betrag im fünf- bis sechsstelligen Bereich, allein durch Zinseszins auf das, was sonst versickert wäre.

Gerechnet wird mit einem Einkommen und den vollen Angaben aus dem Brutto-Netto-Rechner – Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Kinder und Krankenversicherung wirken alle auf das Ergebnis. Die Sparplan-Projektion unterstellt eine gleichbleibende Rendite, die es an der Börse nicht gibt; sie ist eine Orientierung, keine Zusage. Dieser Weg ist keine Steuer- oder Anlageberatung.

Häufige Fragen

Was bringen 15 Prozent mehr Gehalt netto?
Bei 4.000 Euro Ausgangsgehalt in Steuerklasse I sind 15 Prozent 600 Euro brutto, davon kommen rund 318 Euro netto an – eine Grenzbelastung von etwa 47 Prozent. Mit Kirchensteuer oder höherem Ausgangsgehalt verschiebt sich der Wert leicht.
Was wird aus 318 Euro mehr im Monat über 20 Jahre?
Mit den Standardannahmen des Sparplan-Rechners – 7 Prozent Rendite, 0,2 Prozent laufende Kosten, Abgeltungsteuer – wachsen 318 Euro monatlich über 20 Jahre auf rund 147.000 Euro nach Steuern an, bei 76.300 Euro Einzahlung. Das ist kein Ersatz für eine Finanzberatung, sondern eine Orientierung mit den Standardannahmen des Sparplan-Rechners.
Warum ist die Grenzbelastung höher als mein Steuersatz?
Weil der Durchschnittssteuersatz alle Einkommensteile mittelt, während die Grenzbelastung nur den zusätzlichen Teil betrifft – und der liegt im Steuertarif weiter oben. Dazu kommen die Sozialabgaben, die bei den meisten Gehältern noch nicht an einer Beitragsbemessungsgrenze enden. Beides zusammen ergibt eine Grenzbelastung, die für die meisten Angestellten zwischen 40 und 48 Prozent liegt, während der Durchschnittssatz oft bei 30 bis 35 Prozent liegt.
Steigt die Grenzbelastung mit einem höheren Ausgangsgehalt?
Leicht, ja – solange keine Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird. Oberhalb der Grenzen für Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung fallen auf den übersteigenden Teil keine weiteren Sozialabgaben mehr an, wodurch die Grenzbelastung dort wieder sinkt. Für die meisten Gehälter im mittleren Bereich bewegt sie sich aber in einer engen Bandbreite um 46 bis 47 Prozent.
Warum wird die Erhöhung nicht einfach als Eurobetrag eingegeben?
Weil Gehaltsverhandlungen fast immer in Prozent geführt werden – Tarifrunden, individuelle Erhöhungen und Inflationsausgleiche werden so kommuniziert. Der erste Schritt nutzt deshalb den Prozentrechner, um aus dem Prozentsatz den Eurobetrag zu machen, bevor der Brutto-Netto-Rechner ihn verarbeitet.
Was, wenn ich die Erhöhung nicht anlegen, sondern ausgeben will?
Dann zeigt der zweite Schritt trotzdem, was tatsächlich verfügbar ist – die Netto-Differenz allein ist bereits das vollständige Ergebnis. Die Sparplan-Projektion im dritten Schritt ist eine zusätzliche Perspektive, keine Voraussetzung: Sie beantwortet die Frage, was diese Differenz langfristig wert wäre, wenn sie nicht in den laufenden Ausgaben aufgeht.

Zum Check: Gehaltserhöhung mit allen Einstellungen